Im heutigen Tripreport möchte ich euch die Emirates A380 Premium Economy vorstellen. Ursprünglich hatte ich die Eurowings BizClass gebucht. Aber da die Weltpolitik wieder andere Ideen hatte, musste ich spontan umplanen. Eigentlich wollte ich von Stuttgart nach Dubai fliegen. Letztendlich wurde es ein spontanes Economy-Class-Ticket, welches ich zwei Stunden vor Abflug im Full-Flex-Tarif gebucht hatte. Auf dem Weg von Frankfurt nach Dubai flog ich in der Emirates A380 Economy-Class. Üblicherweise ist das „Lower Deck“ in einer 3-4-3-Anordnung bestuhlt. Da auf meinem Flug nur knapp 20 % der Plätze gebucht waren, hatte ich über Nacht drei Plätze für mich. Entsprechend konnte ich mich ein wenig ausruhen. Auf dem Rückweg Ende März 2026 sah es jedoch anders aus.
Kurz vor Abflug wurde unser Emirates A380 von einer Drei-Klassen-Konfiguration auf eine Vier-Klassen-Kabine umgebucht. Statt First, Business und Economy gab es plötzlich eine Premium Economy.
Emirates A380 Premium Economy – Buchung
Ursprünglich hatte ich ein Economy-Flex-Ticket gebucht. Während des Online-Check-ins erhielt ich aber ein Angebot, für rund 290€ in die Premium Economy (oder für rund 560€ in die Business Class) upzugraden. Ersteres war durchaus spannend. Allerdings funktionierte dies technisch (auf der Website) nicht. Am Flughafen bot man mir ein Upgrade für 220€ an (1100€ in Business). Da aufgrund der aktuellen Situation die Reisezeit deutlich länger (8+ Stunden) war, schlug ich ad hoc zu. Wie sich herausstellen sollte, war dies eine hervorragende Entscheidung. Nur 5 der 56 Sitzplätze waren letztendlich gebucht. In der Economy waren es deutlich über 90 % der Sitze.
Emirates A380 Premium Economy – Boarding
Nachdem ich am Flughafen das Upgrade gekauft hatte, stoppte ich kurz in der Plaza Premium Lounge am Dubai Airport Terminal 3. Die Ausreise und Sicherheitskontrolle waren innerhalb von wenigen Augenblicken und gänzlich ohne Wartezeiten erledigt.
Die Lounge war nett, aber außer einer Coke Zero habe ich dort nicht verzehrt. Ich habe etwas gearbeitet und auf das Boarding gewartet. Am Gate A1 wurden die Bordkarten gescannt und die Ausweise geprüft. Bevor das Boarding losging, durfte man auf klar ausgeschilderten Plätzen Platz nehmen. Das Boarding begann mit etwa 20 Minuten Verspätung. Zunächst durften die Gäste der First- und Business-Class einsteigen. Gleichzeitig wurden Emirates-Skywards-Gold- und Platinum-Gäste aufgerufen. Der Einstieg erfolgte über die beiden unteren Fluggastbrücken.
Aufgrund des Wetters verzögerte sich der Abflug um eine knappe Stunde. Allerdings wurde von der Crew direkt nach dem Einsteigen ein Glas Wasser beziehungsweise Saft gereicht. Insgesamt durfte ich über 10 Stunden in der Emirates A380 Premium Economy Class ausgiebig testen. Das dürfte auch fast einen Rekord für den „längsten Dubai – Frankfurt Flug“ darstellen.
Emirates A380 Premium Economy – Der Sitz
Eines vorweg: Emirates verbaut in der Premium Economy einen extrem komfortablen Sitz.
Schon beim Einsteigen fällt das elegante Design auf: cremefarbenes Leder und helle Holzapplikationen erinnern an einen Luxus-Autositz. Man sitzt spürbar bequemer als in der klassischen Economy. Der Sitz ist breiter, bietet deutlich mehr Beinfreiheit und lässt sich angenehm weit zurücklehnen. Im Airbus A380 und den umgerüsteten Boeing 777 wird eine 2-4-2-Konfiguration verbaut. Der Sitzabstand ist mit 40 Zoll (ca. 1 m) oder einem guten Meter auch ausreichend. Mit 19,5 Zoll (ca. 50 cm) ist der Sitz damit fast genauso breit wie in der Lufthansa Business Class.
Praktisch sind auch der stabile Holztisch, der sich aus der Armlehne ausklappen lässt, und der große Bildschirm (13,3 Zoll (ca. 34 cm) mit hoher Auflösung). Hier lässt es sich durchaus gut entspannen, oder eben auch arbeiten. Der Sitz lässt sich um rund 20 Zentimeter nach hinten lehnen. Dies ist durchaus angenehm, allerdings wird es auch recht eng mit dem Aufstehen, wenn der Vordermann (oder *Frau) den Sitz komplett nach hinten lehnt. Insgesamt wirkt alles durchdacht und nicht wie eine etwas bessere Economy. Am Sitz warten übrigens eine Flasche Wasser, ein Kissen und eine Decke auf den Gast.
Emirates A380 Premium Economy – Service und Catering
Vielleicht ist ein Flug mit 5 Gästen (und weniger als 10% Auslastung) nicht wirklich repräsentativ, allerdings hatte ich zwischenzeitlich nochmals die Chance, die Emirates Premium Economy zu fliegen. Dabei decken sich die Erfahrungen weitestgehend.
Die Crew ist freundlich, zuvorkommend und sehr aufmerksam. Nach dem Boarding werden ein warmes Tuch und alkoholfreie Getränke gereicht. Anschließend wurden die Speisekarten verteilt. Noch vor dem Start wurde die Bestellung für die Getränke aufgenommen, die man nach dem Start wünscht. Es fällt auf, dass die Weinauswahl durchaus hochwertig ist. Ich bin zugegebenermaßen kein großer Emirates Fan, allerdings bin ich jedes Mal von der Getränkeauswahl begeistert, egal ob in der First, Business, Premium Economy oder Economy Class. Neben einer umfangreichen Auswahl an nichtalkoholischen Getränken gibt es stets eine großartige Auswahl an Wein.

Während unmittelbar nach dem Start der erste Getränkeservice stattfand, wurde das Essen eine gute Stunde später serviert. Ich bestellte das Butter Chicken, welches wirklich lecker war. Mit dem „Roasted Fennel“ Salat wurde ich nicht warm. Dafür war das Dessert ein absolutes Highlight.
Vor der Landung wurde noch ein Sandwich sowie weitere Getränke serviert.
Insgesamt war die Crew sehr aufmerksam und bot regelmäßig an, das Glas wieder aufzufüllen.
Mein Fazit
Insgesamt war mein erster Emirates-Premium Economy-Flug sehr angenehm. Die 220€ sind durchaus gut investiert und ich würde fast sagen, dass diese Kabinenklasse eine ausgezeichnete Alternative zur Business Class ist. Zumindest auf Tagflügen. Natürlich hat man kein flaches Bett und deutlich weniger Platz. Wer aber in erster Linie arbeiten oder entspannen (nicht schlafen) möchte, der ist hier hervorragend bedient. Der Sitzkomfort ist wirklich gut und auch das Catering sowie der Service sind um einiges besser als in der regulären Economy-Class.






























