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Warum ich in 12 Tagen zweimal von Europa nach Hawaii flog und ein kleiner Reiseguide


„… dazu muss man doch verrückt sein“ habe ich heute Vormittag als Antwort gehört, als ich in Dublin am Flughafen mit einem Kollegen sprach und dieser erfuhr wo ich in der letzten Woche war, wer fliegt schon in 12 Tagen zweimal von Europa nach Hawaii. Doch einmal der Reihe nach und für einige die gefragt haben, zur Erklärung.

in 12 Tagen zweimal von Europa nach Hawaii

(c) jetlover.com, Mein Profil, leider noch nicht alles nachgetragen

Bekanntlich fliege ich beruflich wie privat gern und viel, solange es schöne Produkte sind, die Ziele schön und wenn sich dabei auch noch Geld verdienen lässt, gern doch. Einiges meiner Reisen sind Spaßtrips um ein bestimmtes Produkt zu erleben, oder auf einen Erstflug zu gehen. Oftmals aber lassen sich diese aufgrund meiner Tätigkeit gut kombinieren.

Was tust Du eigentlich, oder warum muss man als Makler reisen?

Auch diese Frage wird immer und immer wieder gestellt und ich kann (und will) diese aus verschiedenen Gründen natürlich nicht mit Kundennamen oder internen Details beantworten. An sich habe ich aber sehr viel Glück gehabt in den letzten Jahren, denn ich kann Sachen die mir riesigen Spaß machen (Reisen) mit arbeiten und Geld verdienen verbinden.

Nach einigen gesundheitlichen Geschichten in den letzten Jahren habe ich seit langem für mich entschieden Sachen die ich tun möchte jetzt zu tun. Auch wenn der Satz „lebe jeden Tag wie deinen letzten“ sehr abgedroschen klingt, am Ende tue ich genau das. Ich versuche beruflich und privat nichts auf die lange Bank zu schieben, das geht nicht immer, aber oft.

Doch zurück zum Job. Schon meine Tätigkeit als Makler für die Private Krankenversicherung, biometrische Risiken wie Berufsunfähigkeit und Vorsorge kann ich überall ausführen. Seit Anfang 2000 bin ich ausschließlich in der Telefon- und Onlineberatung unterwegs und diese ist absolut ortsunabhängig. OK, je nachdem wo man ist schränkt sich die Zeit etwas ein, so lässt es sich auf Hawaii nur morgens früh und abends spät (und damit am nächsten Morgen in Deutschland) arbeiten, also zumindest telefonieren. Mails schreiben, Sachen abarbeiten und mehr geht immer und überall. Doch es gibt eine zweite Tätigkeit, welche Maßgebend die Reisen fördert. Seit auch nun schon bald acht Jahren halte ich, zusammen mit vier weiteren Kollegen, Vorträge um das Thema Krankenversicherung, angefangen von der Unterstützung bei Entwicklung von Produkten und Ideen, Vorträge zum „wie funktioniert die Krankenversicherung denn in Deutschland“ und speziell ich noch zum Thema „wie ist das denn mit der Onlineberatung bei einem so komplexen Thema“. Heute könnt ihr Onlineberatung in verschiedenen Bereichen bekommen, auch in der Versicherungsbranche. 2000 als ich damit anfing (eher aus eigener Faulheit heraus, nicht so weit zum Kunden fahren zu müssen), gab es das fast nicht. Im Nachhinein wird mir zumindest von Experten aus Marketing etc. gesagt, ich habe vieles intuitiv wohl richtig gemacht, angefangen vom Blog mit über zwei Millionen Aufrufen jedes Jahr, über den Ansatz und die Umsetzung der Beratung. Irgendwann wurde ich dann mal nach einem Vortrag gefragt, der erste Überhaupt war in New York und hatte das Thema „Wie macht ihr das in Deutschland mit der Krankenversicherung“. Gründe waren damals die Ideen zu einer neuen, amerikanischen Gesundheitspolitik, heute kennen alle Obama Care. Damit verbunden waren auch viele Versicherer, die an der Idee und Umsetzung mit verdienen wollten und Ideen suchten wie es- gerade im großen Amerika- gut und bezahlbar umzusetzen ist.

Irgendwann waren wir dann vier, fünf, sechs Kollegen die eins gemeinsam hatten. Wir wurden gebucht für Vorträge in verschiedenen Ecken den Welt, heute insbesondere für die USA, für zwei Staaten im mittleren Osten, dazu Hongkong, Indien, Australien und ab Jahresende auch für Neuseeland.

„Warum macht ihr das nicht online?“

Auch so eine beliebte Frage und die Idee ist ja naheliegend. Das wurde auch mal versucht. Vor einigen Jahren gab es die Idee die Menschen vor einen Rechner zu setzten, sich selbst vor seinen zu stellen und dann los. Doch schnell merkten alle, das das so nicht wirklich klappt. Interaktion ist nur bedingt möglich und so wurde es schnell- zu meiner Freude- wieder eingestampft. Es fühlte sich, auch wenn die Branche ein bisschen anders tickt, etwas an wie im Film „Up in the Air“. Wer den noch nicht kennt und gesehen hat, unbedingt anschauen.

(c) Netflix

(c) Netflix

Also blieb es bei der bisherigen und erfolgreichen Umsetzung. Dabei sind Kollegen gegangen, neue hinzu gekommen und einer hat sich im letzten Jahr entschieden sein Leben auf tragische Weise zu beenden. Ob es am Stress lag? Wir wissen es nicht, die Witwe geht von privaten Problemen aus, kann es aber auch nicht verstehen. So sind wir derzeit fünf insgesamt, die immer mal wieder in die Welt hinaus ziehen um Vorträge zu halten. Bereits in einem meiner letzten Berichte habe ich versucht zu erklären, das es nicht immer und nur Spaß ist und man es mögen muss und das es keineswegs alle so machen, auch bei uns fünf nicht.

Beitrag: Einmal um die Welt in 80, ähm, drei Tagen und

6 Tage, 37.000 und einen Kilometer geflogen, 3.025 Minuten in der Luft – wie, warum und weshalb – ein etwas anderer Reisebericht

Da ein Kollege Indien sehr liebt, muss ich da zum Glück nicht hin, alle anderen Länder mag ich hingegen durchaus gern. Die Kunden, die am Ende des „Spaß“ auch zu einem großen Teil finanzieren, wollen aber seither persönliche Anwesenheit. Gerade in Asien ist ein Geschäft nichts wert, wenn man sich nicht vorher auch persönlich getroffen hat, im arabischen Raum ist es ähnlich. So mag es wirtschaftlich nicht immer sinnvoll sein für einige Stunden irgendwo hin zu fliegen, die Kundenbeziehung macht es aber erforderlich (und mich stört es meist nicht).

Nach Hawaii Teil 1:

Es gab eine Anfrage für eine Veranstaltung auf Hawaii für den 2. April 2016. Dazu muss man noch wissen, (viele) Amerikaner lieben Hawaii und gerade Honolulu ist ein Ort, wo unzählige Mesen und Veranstaltungen aber auch Incentive Trips abgehalten werden. Ja, es ist auch aus den USA weit weg, aber manchmal habe ich das Gefühl, Hawaii ist für die Amerikaner das, was Mallorca für die Deutschen ist.

Oftmals werden die Veranstaltungen bewusst so gelegt, das diese an einem Samstag enden oder so, das ein Wochenende dran gehängt werden kann. Unsere Teilnehmer nutzen das für einen kleinen Urlaub und ich bin auch nicht so böse darüber.

Arbeiten an Bord - 1

Arbeiten geht fast überall, wenn man sich dazu zwingen kann was zu tun

Mein Ticket beginnt in Dublin. Warum? Weil es im vielfach unschlagbar günstige Tickets in Business Class ex Dublin gab und auch heute noch teilweise gibt. So kostet der Flug nach Hawaii ex Deutschland 2.500 Euro, es Dublin nur 1500 Euro (teilweise nur 1.100) im damaligen Sale und das kann selbst ein Hotel nicht wieder „auffressen“. Hawaii SaleNach Dublin flog ich mit British Airways, dann natürlich über London, ab Hamburg. Auch hier gleich die Antwort warum, wenn man doch auch mit Aerlingus direkt fliegen kann. Der Abflug aus Berlin und auch Hamburg mit Aerlingus ist jeweils am Vormittag, etwas was mir nicht passte. Alternativen am Nachmittag gibt es als Direktflug nicht. Der späte Abendflug aus Berlin ist erst 23 Uhr in Dublin und mir zu spät. Und, ist mit dem Flug wirklich was, so habe ich keine Chance nach Dublin zu kommen und verpasse Rest der bezahlten Reise. Also fliege ich meist nachmittags Hamburg – London – Dublin und immer so, das bei Ausfall eines Fluges noch eine spätere Alternative da ist. Auch wenn ich mir fast sicher bin, American Airlines und auch British Airways hätten eine Lösung, es ist ein separates Ticket und ich will es nicht darauf anlegen.

Also flog ich von Dublin nach London und weiter nach New York. Das deshalb, weil ich auf dem Ticket einen Aufenthalt von weniger als 24 Stunden einbauen kann und damit mit einem Kunden noch Abendessen kann. NY bei Nacht - 1So lässt sich eine kurze Besprechung oder einfach nur Smalltalk auch auf dem Weg erledigen, niemand braucht einen extra Termin und alle sind zufrieden. Der zweite Grund, das ist punkte-/ meilenoptimiertes Fliegen. Wie einige wissen stehe ich bei British Airways kurz davor, meinen Lifetime Status zu erwerben. Einen BA Gold, Oneworld Emerald gibt es bei 35.000 Tier Points als Lifetime, so hat man den (solange es die Airline und Allianz gibt) sicher, auch wenn man dann wenig oder nicht mehr regelmäßig fliegen würde.

Zum Verständnis. Ein BusinessClass Flug in BusinessClass von Dublin nach New York über London bringt 40 + 140 dieser Statuspunkte. Fliegt man aus Deutschland via London ist das auch so und so sind es auf dem Hin- und Rückflug 360 Tier Points. Für den Lifetime Status müsste man also mindestens 98 solcher Flüge in seinem Leben gemacht haben, also Business Class Langstrecke, hin und zurück.

Nach Hawaii reist es sich aus Europa via New York oder via amerikanischer Westküste, also Los Angeles, San Francisco zum Beispiel. Ich, da ich immer in Berlin oder Hamburg starte, muss zudem sowieso umsteigen, anders als jemand der sonst von Frankfurt vielleicht direkt viele Strecken fliegen kann.

Aus Dublin wäre auch ein Flug via London direkt an die Westküste und dann weiter nach Hawaii möglich, spart einmal umsteigen in New York (und damit natürlich den Termin dort). Fliegt man diese Variante, so sieht das punkttechnisch wie folgt aus: (immer in Business Class gerechnet)

40 Punkte Dublin – London, 140 Punkte für London – Los Angeles, 210 Punkte für Los Angeles – Hawaii.

Warum der letzte Teil so viel bringt? Nun, Hawaii wird mit einer regionalen First Class geflogen, auch wenn ihr Euch ein Business Class Ticket kauft. Das klingt spannender als es ist, ist es doch kein flacher Sitz sondern ein normaler, etwas breiterer Sitz der sich etwas nach hinten lehnen lässt.

Hin und zurück bringt Euch so ein Tripp also 40+ 140+ 210 und das mal zwei, also 780 Tier Points.

Unterbreche ich allerdings den Flug in New York (irgendwo muss ich sowieso stoppen, denn zeitlich ist es an einem Tag nicht zu schaffen) und bleibe die Nacht da, dann brauche ich keine Nacht in Los Angeles und fliege dann am Folgetag direkt nach Hawaii, also New York – Los Angeles – Hawaii, ohne weitere Übernachtung.

Punkttechnisch sieht das dann so aus:

40 Punkte Dublin – London, 140 Punkte für London – New York, 140 Punkte New York – Los Angeles, 210 Punkte für Los Angeles – Hawaii.

American_Airlines_Airbus_A321_new

(c) Seatguru.com

Bei einigen Reisedaten war zudem hier das interamerikanische Segment auch in First Class, auf der A321T. Hier muss man wissen, American fliegt auf den Verbindungen Ost- zu Westküste ein tolles Flugzeug, eine A321 in einer Transcon Bestuhlung, also mit 10 First Class Sitzen (welche dem Langstreckensitz in der 777 in Business entsprechen), dann Business Class in einer 2-2 Bestuhlung und danach Main Cain Extra (mit mehr Platz) und die normale Eco am Schluss. Dieses ist eine besondere Ausstattung des Flugzeuges, könnt ihr Euch hier mal im Detail den Sitzplan ansehen.

A321T First - 1A321T Business - 1

Im direkten Vergleich. Links der First Class Sitz und rechts der Business Class Sitz der A321 T, beides hervorragende Produkte. Aber zurück zu unserer Punkterechnung. Wird die interamerikanische Strecke in Business Class geflogen, was bei dem Ticket meist so ist, so sind es dann 40+ 140+ 140+ 210 und das mal zwei, also insgesamt 1.060 Statuspunkte. Dabei bedenkt, für einen Oneworld Gold Status/ Emerald braucht ihr nur 1.500 Punkte pro Jahr und genießt dann First Class Lounges, bekommt mehr Meilen gutgeschrieben, Einchecken an First Class Schaltern die nicht so voll sind, Fast Track Sicherheitskontrolle und mehr.

Wird die Strecke New York – Los Angeles dagegen noch in First geflogen (was mein Ticket nicht teurer machte), sind es sogar insgesamt 1.200 Statuspunkte.

Ausblick aus dem Zimmer, Hyatt Waikiki Beach

Ausblick aus dem Zimmer, Hyatt Waikiki Beach, Klickt auf das Bild für mein Review des Hotels

Termine in Hawaii

Also habe ich auf dem Hinflug in New York übernachtet und bin am kommenden Tag via LAX nach Hawaii geflogen und war abends dort. Nach dem kurzen Weg in mein bevorzugtes Hotel dort, das Hyatt Regency Waikiki Beach, ging es schlafen, nächsten Tag einen Freund getroffen, der auch gerade auf Hawaii ist und dann zu der geplanten Veranstaltung. Die war durchaus erfolgreich und schaffte die Grundlage für weitere Reisen und Projekte. Am Folgetag ging es dann wieder zurück, gleiche Strecke, nur eben mit einem Stop in Los Angeles. Warum? Weil ich, wie geschrieben, einen Stop immer brauche und zudem das Hotel in Los Angeles am Flughafen direkt erreichbar ist.

Ganz auf Krampf ginge noch ein direkter Weiterflug in der Nacht und morgens die Maschine nach Europa, das bringt mir persönlich leider nichts, da ich dann so spät in London ankomme, das ich es nicht mehr aus LHR heraus schaffe und es so viele Morgenmaschinen nicht gibt. Da ich dann in London schlafen müsste, buche ich solches Routing normal nicht.

Zudem fliege ich ja nach Dublin zurück um dann neu zu starten. Und jetzt kann ich förmlich den ungläubigen Blick in Euren Augen erkennen, richtig?

Warum nach Europa und dann wieder los?

Das hat in diesem Fall zwei Gründe. Der entscheidende ist ein ganz simpler. Bei der Reiseplanung einmal nicht aufgepasst. Die Mitarbeiterin die die Teilnahme an der jährlichen Veranstaltung, welche immer im April auf Hawaii stattfindet, bestätigt hat, die wusste nichts von dem ersten Trip, welchen ich einige Tage vorher selbst bestätigt und gebucht hatte und noch nicht in den Kalender eingetragen. Daher bestätigte diese völlig richtig die Teilnahme und buchte die Flüge (ja, die kennt mich und weiss auch um das gewünschte Routing und macht das sehr gut).

Dann bucht man einfach um und gut?

Ja, natürlich hätte ich, als ich es dann gemerkt habe, einfach umbuchen können. Das ist aber nicht so einfach, wenn man gern auf speziellen Flügen sein möchte. Zwei der amerikanischen Kollegen begleiten mich zudem ab New York via Los Angeles heute auf dem zweiten Trip nach Hawaii und die würde ich gern treffen. Ein weiterer Grund, Umbuchungen sind nur dann möglich, wenn es auf dem Rückweg (den ich dann hätte vom ersten Tripp auf den 11. April verschieben müssen) noch die entsprechenden Buchungsklassen gegeben hätte. Dem war nicht so. Also wären für die Umbuchung nicht nur die 300 Euro gebühr angefallen, auch gleich noch 1645 Euro für die höhere Buchungsklasse, also die Differenz zur alten. Das macht es auf der einen Seite unwirtschaftlich, spart aber einiges an Flügen, wenn man das denn will.

Also habe ich mich bewusst dagegen entschieden und im Nachhinein dann das Beste daraus gemacht. Auf dem Rückweg von Trip eins hatte ich zudem die Chance noch einen guten Freund zu treffen, welcher zwar in First Class auf einem späteren Flug nach London war, wir aber dann im Concorde Room bei BA zusammen aßen, da darf man mit einer Concord Room Card (ab 5.000 Statuspunkten pro Jahr) auch rein, neben den sonst nur First Class Reisenden.

Auf der anderen Seite habe ich damit einfach die 1.020 Statuspunkte mitgenommen, die der zweite Trip noch bringt, arbeiten kann ich auch unterwegs und Telefonate dann an die Randzeiten legen oder so anpassen, das dieses passt. Alles in allem also eine wirtschaftliche, aber auch Flug- Punkte- Lifetime Status optimierte Reise.

Wie machst Du das mit dem Jet Lag?

Auch diese Frage wird sehr oft gesellt. Ich muss zugeben, ein wirkliches Problem habe ich damit nicht. Die simplen Tipps wie Uhr Umstellen nach Betreten des Fliegers, Essen wie am Zielort, Schlafen im Flieger so optimal als möglich anpassen, also nicht schlafen wenn es am Zielport gerade mitten am Tag ist und vieles mehr helfen mir sehr, sehr gut.

Zudem kann ich über Wochen auch mit vier bis sechs Stunden Schlaf tätlich auskommen, irgendwann kommt dann aber so ein Tag da brauche ich einmal 12 Stunden am Stück, das mache ich dann aber zu Hause meist auch, dann ist wieder alles gut.

Das ist aber auch nicht immer so. Heute morgen war um 5:30 Uhr aufstehen angesagt in Dublin, denn mein Abflug war schon 7:40 Uhr, auch das ein Grund warum ich immer direkt am Airport wohne, wo es geht. Hier ein Tipp für Dublin, das Maldron Hotel Dublin Airport.

Maldron Hotel Dublin Airport King_ - 1

Maldron Hotel Dublin Airport

Die letzten sieben Tage waren daher mit weniger Schlaf versehen, auch wenn ich auf Hawaii am ersten Tag um 21 Uhr im Bett war und bis sieben schlafen konnte. Dennoch ist es eine Art von Stress, sich an die Zeiten zu gewöhnen. Einigen fällt es schwerer, mir persönlich eher leicht.

Dazu habe ich das große Glück seit über zwölf Jahren keine Eco Langstrecke mehr fliegen zu müssen. Das bedeutet das ich schlafen kann, Sitz runter zum Bett und los. Ich ziehe mich immer um. Jeder Flug länger als vier Stunden bedeutet für mich Schlafanzug, raus aus den normalen Klamotten meist noch vor Abflug. Egal ob ich dann arbeite auf dem Flug oder schlafe, es ist um Welten bequemer. Auf Nachtrügen hilft es zudem ungemein, richtig zu schlafen. Nun haben die wenigsten Airlines Schlafanzüge in Business Class, macht aber nix, ich reise immer mit einem eigenen (momentan einen aus der Etihad First, weil ganz schlicht schwarz), dazu Socken, ein extra T-Shirt, Latschen und Augenmaske. So optimiert sich halt jeder so seine reisen und macht es sich so angenehm als möglich.

Mit diesen wenigen Tipps bringt es mir maximal möglichen Schlaf und damit ergibt sich alles andere. Tageslicht hilft zudem ungemein beim wach bleiben oder werden. Also wenn ihr irgendwo seid und am Tag sehr müde, besser raus gehen und nicht schlafen, denn im falschen Rhythmus angefangen braucht es lange wieder rein zu kommen.

Diesen Teil des Beitrages schreibe ich zudem auf dem Weg nach New York (dem 2. Trip) und eigentlich wollte ich den Flug über arbeiten. Aber- war nicht drin. Ich bin eingestiegen in London, umgezogen und habe fast fünf der sieben Flugstunden geschlafen. Der Körper brauchte gerade genau das, was ich persönlich auch gar nicht schlimm finde. Dann arbeite ich auf dem Flug nachher nach Los Angeles, schließlich ist es da derzeit auch Vormittag und ich sollte heute Abend dennoch schlafen können. Daher fiel auf dem Flug auch das komplette Mittag aus, jetzt gab es den Afternoon Tea mit Sandwiches, Kuchen und mehr und in 30 Minuten landen wir auch schon in New York.

Reisekosten

Reisen muss machbar und bequem sein. Unsere Kunden sehen das (zum Glück) auch so, sind zudem oft amerikanische Spesen und Flugpreise gewohnt und wundern sich nicht selten über Preise aus Deutschland oder gar solche Schnäppchen. Daher dürfen wir alle immer Business Class fliegen. Fliege ich mal First, zahle ich die Kosten selbst, nutze Meilen oder andere Möglichkeiten eines Upgrades. Gerade als „High Status Kunde“ passiert das bei British Airways durchaus nicht ganz so selten, statt Business dann mal First Class zu fliegen.

Sonst zahle ich alles andere selbst, also Hotels bei einem Stop der nicht sein muss, Verlängerungsnächte, besondere Hotels und mehr. Ich habe bereits vor Jahren etwas zu meinen Reisekosten geschrieben und auch ich und meine Kollegen bekommen es nicht geschenkt.

Beitrag: Meine Reisekosten- ein wenig Erklärung

Aber mit einer optimierten Planung, Reisen buchen im Voraus, einem fähigen Reisebüro wie —> Cube Travel in Berlin ist vieles machbar.

Wenn ich manchmal lese und höre was Menschen für ihre Eco Reisen bezahlen, ich dagegen nur 100, 200 Euro mehr für das Business Class Ticket auf 20 Stunden Flugzeit ausgeben musste, dann sehe ich noch viel, sehr viel Optimierungsbedarf in vielen Firmen, ist aber nicht mein Job. 🙂

Meilen sammeln, Meilen nutzen

Meilen, das sind die Dinger, mit denen ihr so schön aus dem Katalog einen Koffer, eine Kaffeemaschine und so was kaufen könnt. Klingt toll, oder? Ist es aber nicht. Meilen setzt man für Flüge ein, für nix anderes. Denn nur so sind diese wirklich viel Geld wert. Auch für oneway Flüge, kurzfristige Reisen, teure Tickets und manchmal Upgrades lassen sich diese gut nutzen.

Die Meilenrechnung auf dem Hawaii Tripp

Schauen wir uns doch mal an, wie die Meilenrechnung auf diesen beiden Reisen aussah.

Meilentabelle Zwei Hawaii Trips

In Summe bedeutet das, ich habe/werde auf den Flügen insgesamt 2.260 Tier Points, also Statuspunkte, dazu kommen bei mir (weil schon Gold Status und daher einen Bonus eingerechnet) zudem nochmal 84.989 Avios, was bei einem Flugpreis von ca. 3.300 Euro einer Ratio von 38 Euro pro 1.000 Avios entspricht.

Geht es noch besser?

Es geht anders. Besonders auf die Statuspunkte kann man es noch etwas mehr optimieren. So lässt sich Dublin – London durch einen Stop in Helsinki aufblähen, bringt 40 Statuspunkte mehr, wer die denn unbedingt braucht. Auch lassen sich interamerikanische Strecken noch aufteilen und via PHX routen, bringt noch mal 70 + 60 Punkte, wird aber dann unbequem, da die schöne A321T Transcon mit dem flachen Bett gehen einen normalen Sitz für 6 Stunden ausgetauscht wird. Auch lassen sich Rückflüge ex Hawaii noch via Dallas umleiten, alles aber eher unbequem und zeitaufwändig, zumindest nicht für mich passend. So wichtig sind die Statuspunkte dann, auch für den angestrebten Lifetime, nicht.

Das muss doch ungeheuer stressig sein?

Das was „stresst“ ist fehlender Schlaf, mich zumindest. Den habe ich aber, wenn auch vielleicht nicht immer zu der Zeit wo ich ihn gern hätte und am Ende muss ich auch sagen, wenn ich müde bin, dann schlafe ich. Ich versuche nix auf den letzten Drücker vorzubereiten und so ist es wie heute auf dem Weg nach New York. Eigentlich wollte ich was arbeiten, habe mich aber dann entscheiden kurz zu schlafen, daraus sind dann aber fünf Stunden geworden. War wohl nötig, meinte mein Körper. Dafür schlafe ich jetzt auf dem Flug von New York nach Los Angeles nicht, sondern schreibe exakt in diesem Moment diese Zeilen, denn es wackelt gerade nicht, hat es aber die letzten Stunden und da war nicht wirklich was machbar.

Wer schon mal mit mir unterwegs war, der weiß das ich ziemlich entspannt bin beim reisen. Turbulenzen stören mich nahezu nie, hatte aber auch bei über 500 Flügen nur zweimal richtig schlimme Aktionen mit durch die Kabine fliegenden Gegenständen und einem unvernünftigen und später verletztem Passagier.

Verspätungen, Flugausfälle, Änderungen des Fluggerätes oder was auch immer stören mich meist nahezu nie. Dies liegt zum einen sicher an vielen Flügen mit denen man gelassener wird, zum anderen aber auch an meiner grundsätzlichen Einstellung im Leben. Wozu über etwas aufregen was ich eh nicht ändern kann, kostet nur meine Nerven.
Fragt mal den –> Toko oder –> Raphael, vielleicht wollen die dazu mal was kommentieren hier 😉 Die kennen das entspannte reisen.

Erwarte nichts Unmögliches, dann wirst Du auch ordentlich behandelt

Zudem: Auch ein Grund für die entspannte Haltung ist sicherlich die Tatsache, ich weiß in der Regel was ich will. Bei Verspätungen und Umbuchungen nutze ich vorher Tools wie Expertflyer, Tripit, FlightTrack oder Saatguru  (zu den Tools schreibe ich die Tage vielleicht noch mal was, vielleicht schon morgen auf dem Hawaii Flug) und kann dann gezielt am Schalter sagen was ich gern hätte. Gerade bei ausgefallenen Flügen sind die Mitarbeiter dort oft überlastet und genervt. Wenn dann einer kommt der genau weiß was er will, macht es vieles einfacher.
Natürlich möchte ich nicht leugnen das ein (bei BA zumindest höchstmöglicher) Status durchaus hilft. Auch bei Hotels ist ein Status durchaus förderlich wenn man etwas will. Die entscheidendste Regel ist aber wohl: Ich erwarte nichts Unmögliches.

Ich erwarte von Airlines und Hotels das was in Bedingungen geregelt ist zu bekommen. Mehr aber auch nicht. Wenn mit zum Beispiel der Status im Hotelprogramm das bestmögliche Zimmer garantiert, welches bei Anreise verfügbar ist, dann erwarte ich genau das zu bekommen. Nicht die Kategorie darunter, auch nicht die Suite darüber. Einfach das worauf es einen Anspruch gibt.

Bei den Airlines ist es ähnlich. Wenn bestimmte Sitze für Statuskunden geblockt sind und ich einen Status habe, dann erwarte ich den Sitz zu bekommen. Andererseits eben auch nicht. Und wenn ich den Status eben bei einer anderen Airline habe und der Sitz für die eigenen Statuskunden reserviert ist, so what. Dann fliege ich in einem anderen oder frage am Check in oder am Gate freundlich nach. Geht, oder eben nicht.

Was ich nie tue, wirklich nie, nach Upgrades fragen. You get what you pay for. Ich erwarte einen Business Class Sitz, bezahle den und bekomme den auch. Wenn die Airline mich in First setzen möchte, dann freue ich mich darüber, frage aber nicht danach. Oder lehne es ab, wenn ich- wie gerade bei BA passiert- lieber am Fenster und nicht in der Mitte sitzen und zudem im Oberdeck bleiben möchte.

Neulich reiste ich mit einem Kollegen. Er in First-, er in Business Class. Beim Boarding rief American Airlines die First Class passierter auf, ich machte einen Schritt zurück und lies ihn vor. Er meinte dann: „Komm doch mit mir mit, zudem bist Du Emrald (Statuskunde), da sagt niemand was“. Hätte vielleicht auch niemand, finde ich aber trotzdem nicht gut. Mich stört es ja auch wenn sich jemand vordrängelt, der dann gar zurück geschickt wird und alle zur Seite müssen, nur weil er es versucht hat.

„Fliegst Du privat Eco?“

Auch diese Frage kommt öfter und kam auch in den letzten Tagen merhfach, so nach dem Motto, wenn jemand anders zahlt Business, sonst Eco? Ganz klare und belegbare Antwort, nein. Mein letztrer Economy Langstreckenflug war in 2004 mit Emirates auf Frankfurt – Dubai. Auf dem Rückweg hatte meine damalige Freundin plötzlich so viel Gepäck, da war das Upgrade Angebot fast günstiger als das Extra Gepäck zu bezahlen. Ergebnis: Wir flogen Business zurück, der Anfang vom Ende 🙂

Voucher

So sehen die British Airways Voucher aus, davon gibt es einige im Jahr

Mal im Ernst. Ich fliege auch privat nicht Economy, weil ich weiss wie ich es optimieren kann und weil ich cube:travel habe. Ich gebe zu, einen 4.000 Euro Business Class Fare würde ich nicht buchen. Ich war mit meinen Kindern in Dubai, in Amerika schon zweimal und auch die mussten nicht Eco fliegen. Aber nicht weil ich meine das die es unbedingt müssen, sondern weil ich sie nicht allein in die Eco setze und ich es nicht fliegen möchte, ganz einfach. Wären Sie älter könnte man das sicher überlegen, aber so, definitiv nicht. Also nutze ich dafür Meilen- oder Upgradevoucher, die zum Beispiel British Airways aufgrund von Status und gesammelten Tier Points mehrfach im Jahr verteilt. Dann kaufe ich ein Premium Eco Ticket (World Traveller Plus bei BA) und nutze die Voucher um Business zu fliegen.

Die Vorteile

Oftmals, gerade auf relativ kurzen Flügen wie die sechs Stunden nach Abu Dhabi heisst es ja „Du kannst doch auch Eco fliegen, so schlimm ist das gar nicht, müssen andere auch.“ Ja, müssen andere auch, ich sage auch nicht das man es nicht fliegen kann, sondern das ich es nicht fliegen möchte wenn ich es nicht muss.
Andere Menschen geben Geld für Sportgeräte, Musikanlagen, Autos aus, rauchen oder trinken teuren Wein. Tue ich alles nicht, dafür reise ich, gern, viel und weit. Jeder also genau so wie er es mag. Und… wenn das dann (fast) noch zu Eco Preisen geht, ich aber in Business oder First fliegen kann, warum bitte sollte ich das nicht tun?

Zeitverschiebung

„Drüben“ bei Instagram, kam vorhin noch eine Frage und ich habe versprochen die hier zu beantworten.

flying.is.my.passion @svhennig jetzt wirst du ja zu-bombardiert mit mehr oder weniger sinnvollen Fragen. Meine wäre noch, wie machst du das mit der Zeit? Bei 2 Tagen oder ähnlich vor Ort kannst du dich ja niemals auf jede Zeit einstellen im Zeitenkarussell.“

Das mit der Zeitumstellung ist tatsächlich eine (lösbare) Herausforderung. Nehmen wir den Trip heute. Ich bin heute früh um 5:30 Uhr in Dublin aufgestanden, eigentlich war es irgendwie noch Nacht, kam ich doch am Vorabend aus New York. Da ich aber am Ende fünf Stunden Schlaf hatte, passte es. War auch nach der Veranstaltung um 0 Uhr im Bett.
In London stelle ich mein iPhone auf New Yorker Zeit um. Von da an lebe ich nach der Zeit. Um 14 Uhr waren wir in der Luft, also nach NY Zeit war es da morgens um 8. Normal würde ich heute nicht schlafen um die Zeit, da ich aber weiter nach LA fliege, es dort gerade mal 5 Uhr morgens war, habe ich entspannt geschlafen, 5 Std.- also bis 10 Uhr Ortszeit.

Heute Abend lande ich um 19 Uhr Ortszeit, werde dann aber nicht vor 22/23 Uhr schlafen. (Anm. Es ist jetzt knapp 22 Uhr und ich lade diesen Beitrag hoch, baue Bilder ein etc.) Regulär morgen aufstehen, um 10:30 Uhr ist Abflug. Bedeutet das meine Nacht um 7:30 Uhr endet, dann umdenken/ umstellen auf Hawaii Zeit, denn da ist es morgens um 7:30 Uhr dann. Vielleicht „döse“ ich im Flieger noch mal ne halbe Stunde, eigentlich aber nicht, geht auch in dem Sitz nicht wirklich. Wenn ich dann abends auf Hawaii bin, bin ich nahezu im normalen Rhythmus und alles ist gut.

Generell hab ich in diese Richtung gar keine Probleme, in Ostrichtung ab und ab mal mit Müdigkeit zu kämpfen, aber auch das ist lösbar. Vor knapp vier Wochen bin ich morgens um 6 in Singapur gelandet, nach 12 Stunden Flug und wenig Schlaf aufgrund der Abflugzeit. Das war dann schon deutlich anstrengender vor den Teilnehmern zu stehen. Klar, es war 9 Uhr morgens, für die zumindest, für mich war es nachts, mitten in der Nacht.

Meine Tipps

Einiges habe ich schon vor langer Zeit im Beitrag „Tipps für Wenigflieger“ aufgeschrieben und all das gilt noch. Zudem gibt es einiges was man tun kann, neben dem schon hier geschriebenen.

Schlafanzug/ bequeme Klamotten sind sehr, sehr hilfreich. In Business- oder First ist Schlafanzug die erste Wahl, ob ich den in Eco anziehen würde? Ja, würde ich, weil die nicht wie Schlafanzüge aussehen und bequem sind. Falls nicht, zieht Euch so bequeme Sachen an.

Bucht Euch die Verbindungen mit ordentlichen Umsteigezeiten. Wer die mit aller Gewalt knapp bucht um ne Stunde zu sparen, der steht im schlimmsten Fall irgendwo am Airport und muss hoffen umgebucht zu werden oder eine Nacht einzulegen. Und wer über den kompletten Airport gerannt und damit komplett durchgeschwitzt ist, ist weder für sich noch die Sitznachbarn angenehm. Viele Flughäfen sind auch außerhalb von Lounges mittlerweile so schön, da sind Sessel, Stromanschlüsse etc. vorhanden. An vielen könnt ihr zudem einen Zugang zur Lounge kaufen, wie hier zur –> Aspire Lounge in London  oder auch in –> Doha in der Lounge. Loungebuddy ist da eine gute Quelle. Das macht- gerade längere Wartezeiten angenehm.loungebuddy

Gute Kopfhörer und Ohrenstöpsel sind eine sehr gute Investition. Und bitte nicht die ganz billigen Ohrenstöpsel. investiert einmal in der Apotheke oder beim Hörgeräteakustiker 10 Euro und kauft Euch ordentliche. Und noch was, bequeme Schuhe, kein oder ein leicht raus zu nehmender Gürtel. Ich habe in diesen Zwei Wochen mindestens 20 Sicherheitskontrollen gehabt. Stört mich aber nicht. Auch hier gilt, vorbereitet sein. Während man in der Schlange wartet ist es die perfekte Zeit ALLES aus den Taschen raus zu räumen und in den Rucksack zu werfen. Am besten hat der kleine Außentaschen wie meiner. So hat alles einen Platz und ich weiss nahezu im Schlaf in welcher Tasche was ist. Der Rucksack kommt aufs Band, alle Sachen sind da drin. Fertig. Flüssigkeiten und Laptop natürlich raus, kann ich aber auch schon in der Hand haben wenn ich dann an der Reihe bin. Einfacher wird es durch TSApre, eine Art Vorprüfung die mich (und alle anderen die es dürfen) berechtigt die Jacke an zu behalten, Schuhe bleiben an, Laptop und iPad bleiben auch in der Tasche und der Gürtel muss nicht ab. TSA preDas geht aber nur in den USA und nur in bestimmten Flughäfen und Terminals. Dazu müsst ihr zudem Global Entry haben- mehr dazu unten.

Ich bin bei meinen Reisen nahezu nur mit Handgepäck unterwegs. Wie das geht habe ich im Beitrag zu meinem Gepäck beschrieben und könnt ihr einfach da nachlesen. Das spart, gerade auf solchen Reisen ungemein Zeit an Gepäckbändern und reduziert das Risiko auf Null, das es verloren geht. Aber auch hier: Wenn eine Airline meint ich muss es einchecken weil Maschine voll oder was auch immer, wie im letzten Jahr mal nach Hawaii, das diskutiere ich es nicht. Ich war etwas spät aus New York angekommen und einer der letzten Passagiere. Daher meinte man am Gate, man würde es nach Honolulu einchecken. OK, bitte, auch das.

Global Entry, eine der besten Erfindungen die es gibt.(–> was ist Global Entry?)  Es ist eine Automateneinreise. Wer schon mal in die USA gereist ist und gerade eine andere Maschine vor sich hatte, der weiss wie lange Einreisen dauern können. Zugegeben, es ist besser geworden in den letzten Jahren. Dennoch hat ein Kollege von mir gerade wieder fast zwei Stunden in NY gewartet.

Hier die Erklärung und Antragshinweise für Global Entry, reise ich direkt und ohne einen Officer zu sehen ein und brauche, gerade wenn in Business- oder First Class schnell aus der Maschine, 5 Minuten bis ins Taxi, bis zu Uber oder was auch immer. Grandios und erleichtert vieles. Und ja, es kann jeder machen und hilft natürlich noch mehr wenn ihr in Eco unterwegs seid. Es ist etwas aufwändig und kostet Geld, wer aber mehr als zweimal im Jahr in die USA reist, für den meine ich lohnt es sich in jedem Fall.

Was mich nervt?

Eigentlich nix, bin ich doch meist sehr entspannt beim Reisen. So Kleinigkeiten stören mich, nerven ist vielleicht das falsche Wort. Mich stört es wenn Reisende sinnfrei im Weg rumstehen und glauben sei sind allein am Flughafen. Es ist ja nicht zu viel verlangt sich an die Seite zu stellen wenn man was nachschauen möchte. Auch ist es gar nicht so schwer sich auf Rolltreppen an die rechte Seite zu stellen, dann können links die vorbei, die es vielleicht eilig haben um noch einen Flug zu erreichen. An Sicherheitskontrollen kann ich zudem nicht verstehen wenn Menschen zehn Minuten gewartet haben um dann zu merken, ach hey, ich hab noch einen Gürtel an, meine Schuhe kriege ich auch nicht aus und einen Laptop und die Coke Dose, muss ich das auch auspacken?

Zusätzliche Checks, also die Random Drogenkontrollen habe ich ca. alle 5-10 Flüge mal, dauert zwei Minuten und nein, es lohnt sich nicht darüber aufzuregen. Der Herr oder die Damen machen nun mal ihren Job und wenn es piept dann ist man eben ausgewählt und es wird getestet, Punkt! Auch Sicherheitskontrollen im Transfer kann man doof finden, sind aber nun mal da. Das Argument zum Mitarbeiter „Ich bin doch vor X Stunden in XYZ schon kontrolliert worden“ kostet mit Diskussion fünf Minuten Lebenszeit- EURE! Meine allerdings auch, wenn ich dahinter warte, also lasst es doch bitte, der/ die können auch nix dafür.

FAZIT?

Zunächst einmal bin ich ja beeindruckt wenn Du bis hier wirklich gelesen hast, es sollte auch viel, viel kürzer werden, aber dann kamen hier und da noch Fragen dazu, bei Twitter oder Instagram und so wurde es dann doch sehr, sehr lang, Tut mir leid!

Ich hoffe aber Du hast einiges an Fragen beantwortet bekommen, vielleicht nimmst Du auch den einen oder anderen Tipp mit und machst irgendwas anders, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn dem so ist, so freut es mich, kommentiere gern unter dem Beitrag wenn Du was gefunden hast was Dir hilft.

Anflug LAXMit diesem Bild aus- natürlich einem Flugzeug- möchte ich den Beitrag beenden. Wenn Du Fragen hast zu Buchungen, Tickets, Schnäppchen oder Routings, stell die gern bei Twitter oder per Mail an sven@svenblogt.de meist versuche ich die zwischendrin mal kurz, oder abends (bei mir abends) zu beantworten. Und jetzt, HAPPY LANDINNS! Ich gehe dann mal etwas schlafen, hier ist es nun doch gleich 23 Uhr. Und nochmals Entschuldigung für die mehr als 5500 Wörter die Du nun gelesen hast. Als „Versöhnung“ hier noch einige Hawaii Bilder, einfach auf das Bild klicken.

Ach Eins doch noch: Mir macht mein Job seit Jahren irre viel Spaß und zwar jeder Aspekt davon. Jeder Kunde den ich in Deutschland am Telefon habe genau so, wie jede Veranstaltung mit spannenden Teilnehmern. Vielleicht ist das auch ein Grund warum manches mir nicht als Stress vorkommt. Maui_Tag_I_021-720x472


8 Kommentare on Warum ich in 12 Tagen zweimal von Europa nach Hawaii flog und ein kleiner Reiseguide

  1. wie wahr, wie wahr. schöner beitrag und vor allem sehr schön zusammengefasst. ich wollte das alles ja auch nicht wahrhaben, bis ich das erste mal mit dir da vorne drinsaß – wenn man einmal so geflogen ist und weiß, für wie wenig mehr das regelmäßig möglich ist (vor allem wenn man sich im vergleich die eco-preise nach hawaii anschaut), dann will man eigentlich gar nicht mehr anders reisen. danke aber für deinen tollen überblick, der in vielen punkten wirklich sehr detailiert zusammenfasst, worum es geht.

  2. Axel

    Schöner Bericht! Kann ich vieles so nachvollziehen und unterschreiben. Auch ich liebe das Reisen, und Hawaii ist der absolute Traumort für mich auf der Welt, hoffentlich schaffe ich es bald wieder hin.

    Und ja, Up in the Air ist auch ein Lieblingsfilm von mir:)

  3. Ray

    Herzlichen Dank für Deinen Beitrag! Das er eher lang ausgefallen ist, finde ich positiv. Steckt doch viel Interessantes darin und hilft vielleicht auch, dass Dir nicht immer wieder die selben Fragen gestellt werden 😉 Happy Landings und danke für Deine Mühe!

  4. Unbezahlbar ist zudem die Dusche in Lounge vor Abflug bzw. teilweise bei Ankunft bei längeren Strecken.
    Und selbsf bei Ecoflügen habe ich mir den Flug in bequemer Kleidung (Als Frau Kompressionsstrumpfhose, Leggings und Tunika) angewöhnt und abends einmal die gewohntr Abendroutine mit Zähneputzen, Abschminken und co. Allerdings jeweils vor Abflug und ohne „stundenlang“ die engen Toiletten an Board zu blockieren.

  5. beobachter

    Schöner Beitrag, sehr informativ – vielen Dank!
    Was mir bei den Routings auffällt: warum sammelst Du nicht bei topbonus, sondern bei BA, die ja beide zur OneWorld gehören? Gibt es da mir noch nicht ersichtliche Vorteile? Bin selber AB Platinum.

    • Moin,

      ich habe irgendwann mal bei BA angefangen und… da gibt es einen Status den man für LIFETIME bekommt. Ein schlagendes Argument, denn den hab ich fast fertig.

      Zudem: Bei BA Ist der Gold (Emerald) um ein vielfaches leichter zu erfliegen als bei AB, und… ich bin nicht nur Gold, sondern GGL, also Gold Guest List (ein Status darüber), da ist viel mehr machbar und möglich. Auch ein Grund.

  6. Ralph

    „…right on the money“
    Unterschreibe jeden Deiner Punkte.
    Klasse geschrieben.
    Herzliche Grüße aus Hamburg und Save Travels!
    Ralph

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