Reise

Neuseeland – Unser Tag eins in 20 Bildern


Auf dem Weg ans andere Ende der Welt ging es über meinen Geburtstag nach Neuseeland. Einige von Euch waren sicher „fast live“ via INSTAGRAM oder FACEBOOK dabei, das geht meist schneller und einfacher unterwegs, Blogbeiträge schiebe ich da gern mal etwas, war ja auch Urlaub. Dennoch, irgendwann schaffe ich es ja dann doch, meistens. Dabei war die Wahl der Anreise schnell gefunden, ging es doch mit Qatar via Doha auf dem derzeit längsten Flug der Welt. Nachdem ich schon bei dem Erstflug nicht dabei war und der Tobias da für mich flog (hier sein Bericht aus dem letzten Jahr)

Review: Qatar Airways mit dem längsten Flug der Welt – auf nach Neuseeland

stand der Flug bei mir immer noch auf der Liste, solange es noch der längste ist. Da die Frage „wie hält man es 17 Stunden oder mehr in einem Flieger aus?“ immer wieder kam, schreibe ich dazu die Tage durchaus mal etwas mehr.

Der Flug landet um 4:30 Uhr am Morgen, gefühlt ist es dann nach deutscher Zeit aber noch 18 Uhr. Daher sollte man, wenn man wie wir morgens mit dem Mietwagen weiter wollen, recht vernünftig seinen Schlaf planen. Bedeutet auch, in Deutschland schon anzufangen ganz langsam umzustellen, also aufstehen und ins Bett gehen etwas anzupassen. Wir starteten mit einer großartigen Fare ex Manchester, so lag vor dem eigentlichen Flug nach Auckland das Segment Manchester – Doha mit knapp sieben Stunden. Auch hier lässt sich schon etwas „vorschlafen“. Das geht natürlich so nicht, aber gerade bei so langen Flügen lässt sich mit der richtigen Zeit zum Essen und etwas Schlaf einiges anfangen.

Angekommen am frühen Morgen gibt es am Airport die Möglichkeit zu duschen. Die Duschen befinden sich links nachdem Ihr den Sicherheitsbereich verlassen habt. Schön sind die sicher nicht, aber erfüllen Ihren Zweck. Ein Handtuch müsst Ihr Euch mitbringen oder für knapp 7 Euro in dem Store gegenüber einfach kaufen. Das lässt sich ja bei der Neuseelandreise weiter nutzen, Strände gibt es ja genug.

Also, noch schnell den ersten guten Kaffee und dann weiter zu Europcar, welche aber erst um 5 Uhr öffnen. Theoretisch ginge es gegen Aufpreis wohl auch etwas eher, aber ich hatte mir eingebildet die Einreise dauert wieder einmal etwas und war daher mit 5 Uhr gut bedient. Das wir dann in 10 Min. Einreise abgeschlossen hatten, Gepäck hatten wir ja eh nur Handgepäck und so standen wir um 4:30 Uhr geduscht und fertig bei Europcar. OK, dumm gelaufen. Also Kaffee! Zum Thema Kaffeekultur in Neuseeland schreibe ich die Tage etwas mehr, ganz kurz in einem Wort: beeindruckend.

Doch zurück zu Europcar. Das Auto was es werden sollte war irgendetwas „Geländewagen“artiges. Da die Preise stark variierten, haben wir uns am Ende für einen Toyota als Miete entschieden. Für die 5 Tage mit Abholung in Auckland und Rückgabe in Wellington berechnete Europcar inkl. aller Gebühren dann 521.44 NZD, also knapp 303 Euro. Ein Toyota wurde es nicht, dafür ein wunderbar zu fahrender „Ford Everest“, nie gehört vorher, aber toll und preislich durchaus angemessen. 

 

Es war natürlich bei Abholung stockdunkel, daher gab es das Foto erst später. Gestartet sind wir also am Flughafen Auckland. Vom Europcar Schalter (und denen aller anderen) bis zum Parkplatz sind es nur wenige Meter. Wer noch nie links gefahren ist, der sollte vielleicht für die Abreise wirklich wie empfohlen etwas warten. Warten bis es hell geworden ist und auch warten bis man ausgeruht ist. Da wir aber zu zweit waren und beide schön öfter links gefahren waren, ging es direkt los. Wir wollten ja heute noch bis ganz, ganz oben an die Nordspitze, dem Cap Reinga, wo auch dieses Bild des Mietwagens entstanden ist. Doch dazu später etwas mehr.

Also los, zuerst etwas nördlich von Auckland an den SHELLY BEACH. Morgens um kurz nach sieben geht die Sonne auf, perfekt also um den Sonnenaufgang gleich mal anzuschauen.

Das ist noch etwas frisch um diese Zeit, schließlich ist ja Herbst/ Winter in Neuseeland, da braucht es eine Jacke. Danke @Raphael für das Bild.

Nach einem kurzen Stop an der Tankstelle und schnell ein Getränk einsammeln, ging es weiter die Straßen gen Norden. Die Straßen sind, abgesehen vom direkten Umfeld von Auckland, recht leer. So kann man durchaus einfach einmal stehen bleiben und die Aussicht genießen, Möglichkeiten anzuhalten gibt es genug und Ausblicke noch viel mehr. Also ging es nach dem Sonnenaufgang am Strand gleich etwas weiter. Wunschschöne Häuser, Täler und ganz, ganz viel Grün. Eben wie man sich das vorstellt bei dem Gedanken an Neuseeland.

Sonnenaufgang in Neuseeland- Nebelschwaden hängen noch über dem kleinen See, langsam kitzeln die ersten Sonnenstrahlen die Grashalme und in den kleinen Tautropfen spiegelt sich die wunderbare Landschaft. Es ist, auch wenn das nicht auf jedem Foto so herüber kommt, eine absolut beeindruckende Landschaft und eines der schönsten Flecken dieser Erde.

Was es überall gibt sind Schafe, klar, kennt man ja. Aber auch Kühe. Eine immense Anzahl von Herden, wenn auch nicht sehr groß. Diese laufen auf riesigen Flächen immer wieder vorbei, schauen einmal bei Vorbeifahren die Auto an und grasen dann weiter.

Diese „Bande Schafe ist dann mal kahl geschoren. Schließlich braucht man die Wolle ja irgendwann und dazu werden diese oft gehalten.

Das Kap Reinga ist der nördlichste Punkt und dazu noch ein besonderer. Ich liebe Leuchttürme, egal wo, egal wann. Daher war der Weg zum Kap schon aus diesem Grund ein Muss. Wer sich auf den Weg gen Norden macht, sollte allein für das letzte Stück anderthalb Stunden einplanen. In Neuseeland gilt 100 auf Landstrassen und zudem dauert es einfach. Ist aber auch egal, denn die Landschaft rund herum ist wunderschön und so macht schnell fahren gar keinen Sinn. Überall bieten sich Motive und man kann sich kaum sattsehen. Kurz bevor es auf den Parkplatz am Leuchtturm geht, gibt es auf der linken Seite zwei Aussichtspunkte, also solche Einbuchtungen wo ihr parken könnt. Lasst die erste links liegen (im wahrsten Sinne des Wortes) und nehmt die zweite. Diese bietet dann auch durchaus die Chance einfach einmal ein paar Minuten nichts zu tun. Sitzen, gucken, freuen.

Welch ein Wahnsinnsausblick, auch der lässt sich so wieder kaum in Fotos fassen, man muss das einfach erleben. Dann weiter auf den großen Parkplatz, Auto abstellen und los. Die Wanderwege sind übrigens gut ausgeschildert und enthalten immer auch Zeitangaben. OK, kann man schneller schaffen oder sich eben mehr Zeit lassen. Doch der kurze Weg runter bis an den Leuchtturm lohnt allemal.

Hier am Kap passiert noch etwas Besonders. Es berühren sich die beiden Gewässer, Tasmaische See und der Pazifik und auch wenn das mit Fotos kaum einzufangen geht, gut zu sehen ist es dennoch in natura, beide Gewässer verschmelzen langsam. Der Meetingpoint.

Beim Verlassen des Kap Reinga geht es links noch eine Straße herunter. Die müsst Ihr später auch wieder hoch, dennoch lohnt sich der Abstecher. Unten befindet sich ein kleiner Strand, welcher umsäumt von Bergen, Bäumen und Felsen sehr geschützt ist. Auch ein Platz für Camper findet sich hier unten und so kann der- der denn campen möchte- auch hier unten einige Zeit verweilen. Alle anderen und so auch wir fahren dann später wieder weiter.

Das war wirklich nur ein kurzer Abstecher und wir fahren zurück gen Süden, nicht weil es hier nicht noch tausende Sachen zu sehen gibt, wir uns aber einen sehr engen Plan gesetzt haben und es für meinen Mitreisenden der erste Neuseelandbesuch und nur ein erstes Kennenlernen ist. Übernachten wollen wir heute in „Cable Bay“ in einem der vielen Apartments.

Das „Golden Sand Accomondation“ sind vier Ferienwohnungen, welche vermietet werden. Buchen könnt Ihr diese wunderbare „Behausung“ einfach online. Bitte beachtet, es gilt normalerweise ein Mindestaufenthalt von zwei Nächten. Die Betreiber wohnen selbst da und sind supernett. Der Schlüssel wird einfach in einer Kiste mit Zahlenschloss „versteckt“, so könnt Ihr anreisen wann es bei Euch passt und müsst nichts vorher planen. Den Code gibts per Mail, ein Schild auf der Terrasse zeigt Euch den Weg zu „Eurem“ Apartment.

Innen sieht es, je nach Apartment, dann unterschiedlich aus. Ein kleineres, die „Cabana“ mit einem King Bett, ein anderes mit zwei Zimmern und insgesamt einem King und vier Einzelbetten.

Gemütlich eingerichtet, voll ausgestattet inkl. Waschmaschine, Trockner und voller Küche. Hier lässt es sich nicht nur gut schlafen, auch direkt auf der Terrasse sitzen und den Sonnenaufgang recht oder den Sonnenuntergang auf der linken Seite beobachten. Das Auto parkt direkt davor, ebenfalls mit Ausblick. Alle Grillfans werden erfreut sein, ein Weber-Grill steht ebenfalls auf der Terrasse.

Und so endet unser erster Tag mit knapp 500km gefahrener Strecke, ungemein schönen Eindrücken und diesem wunderbaren Sonnenuntergang direkt am Strand.

Weil immer mal wieder gefragt wird. Alle Bilder sind aus dem iPhone X. Eine Kamera besitze ich zwar, nehme die aber nahezu nie mehr mit.


Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.