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Review: ANA A380 First Class von Tokio nach Honolulu, Flying Honu


… mit einer der fliegenden Schildkröten.

Während andere Airlines die A380 wieder loswerden möchten, sieht das bei ANA ganz anders aus. Hier wurden erst neue bestellt und nur deshalb, um diese auf einer einzigen Strecke einsetzen zu können. Wer nun plant diese zu fliegen, dafür sammle ich einmal in einem anderen Beitrag einige Ideen. Hier aber zu meinem Flug, welcher in mehrerlei Hinsicht ganz, ganz besonders war.

Das vielleicht vorweg, denn auch nach über hunderten Flügen in meinem Leben, so etwas habe ich noch nicht an Turbulenzen erlebt. Wie eine riesige A380 sich so bewegen kann, aber darum ist man ja angeschnallt. Immer. Großes Lob an ANA in dem Falle. Es wurden schon vor dem Abflug Ansagen zu den wohl kommenden Turbulenzen gemacht und auch während des Fluges sowohl von Cockpit, aber auch von der Kabinenbesatzung immer wieder Ansagen und Erklärungen gegeben. Man war auch nicht müßig zum x-ten Mal zu betonen, dass solche Turbulenzen für das Flugzeug und damit uns drinnen trotzdem sicher sind. Jedoch war es stellenweise mit nur sitzen nicht getan. Sitzen und festhalten war angesagt. Erst nach gut halber Strecke, eher noch etwas weiter, wurde es dann besser. Somit war auch erst dann Essen, Schlafen und dergleichen möglich. Aber Ihr findet hier dennoch über 90 Bilder… Viel Freude!

Review: ANA A380 First Class – das Flugzeug

ANA setzt die A380 Flieger nur auf der Strecke nach Honolulu ein. Es ist keine andere Strecke so hoch frequentiert und bei den Japanern so beliebt. Daher fehlte es hier an Kapazitäten. Somit hat man nun allein zusätzlich zu den Boeing 787 nach Narita und Haneda, auch noch zwei (an einigen Tagen nur eine) A380 Verbindungen. Manchmal fliegen zwei A380 binnen 1,5 Std. direkt nacheinander die Strecke und bringen somit über eintausend Reisende schnell und komfortabel nach Hawaii.

ANA A380 First Class Kabine – zum Öffnen des Panoramas KLICKEN!

Die First Class befindet sich im Oberdeck, direkt in der Nase des Fliegers. Angeordnet sind die Suiten in einer 1-2-1 Anordnung, wobei sich auch die Suiten in der Mitte trennen lassen.

ANA A380 „Flying Hong“ First Class Kabine

Für Alleinreisende sind die Fensterplätze perfekt. Wer zusammen unterwegs ist, kann auch in die Mitte gehen. Da sich aber auch in einer Suite zu zweit essen lässt, würde ich auch gemeinsam lieber zwei hintereinanderliegende Suiten nutzen.

Review: ANA A380 First Class – Suite 1K

Ich habe mich schon bei der Buchung für 1K entschieden. Da 1A nicht frei war, ich aber dennoch gern in die erste Reihe wollte, wurde es eben der Fensterplatz auf der anderen Seite. Wobei es am Ende vollkommen egal ist, da es nur zwei Reihen gibt. Die Waschräume sind vorn weit entfernt, aber auch hinten sollte kein Lärm aus der Küche kommen, zumindest nicht viel. Dennoch war ich mit meiner Wahl sehr zufrieden.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ SUITE 1K

Die Suiten sind nach dem Start und außer bei Turbulenzen, mit zwei Schiebetüren verschließbar. Somit bietet sich dort drinnen noch mehr Privatsphäre. Dennoch hat ANA die Türen nur so hoch gewählt, dass man von draußen als Flugbegleiter/in drüber schauen kann und ggf. auch nicht jedes Mal die Tür öffnen muss. Für meinen Geschmack eine schöne Lösung.

Die Größe der Suite kann man recht gut einschätzen, wenn wir die Fenster einmal zählen. Auf der ganzen Länge sind ganze drei große A380 Fenster verbaut und bietet damit einen perfekten Ausblick.

Schauen wir aber in der Suite ein wenig weiter. Von direkt unter dem Monitor befindet sich eine weitere Sitzmöglichkeit. Da diese auch mit einem Gurt ausgestattet ist, lässt sich in der Suite perfekt gemeinsam essen, da der riesige Tisch dazu einfach in die Mitte gezogen wird. Somit könnt Ihr Eure(n) Mitreisende(n) einfach zum Essen besuchen.

Direkt an der Tür findet sich noch ein kleiner Schrank. Hier sind Bügel vorhanden und es lassen sich die Sachen direkt dort aufhängen. Gepäck findet in den Gepäckfächern oben Platz, wobei diese recht klein sind. Zu Gunsten einer weiter und größer wirkenden Kabine hat ANA hier auf große Fächer verzichtet und es scheint kein Problem. Auf meinen Flügen durch Japan reisten diese fast nie mit Koffern im Handgepäck.
Für meinen Koffer fand sich dann aber problemlos Platz im Schrank vor der First Class Kabine.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ BLICK AUS SUITE 1K AUF DIE TREPPE

ANA A380 „THE FLYING HONU“ SUITE MITTE

Doch irgendwann waren dann auch die Turbulenzen weniger und zumindest die Crew konnte wieder herumlaufen und bot auch gleich an das Bett zumindest noch für ein kurzes Nickerchen zu machen. Ich habe ja den großen Vorteil, fast auf Kommando und an Bord sehr gut schlafen zu können, das bringt dann am Ende nicht den komplett fehlenden Schlaf zurück, macht es aber einfacher. Gesagt, getan und so baute man das Bett.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ SUITE 1K – AB INS BETT

Auf den Sitz kommt eine Matratze. Diese sieht zwar ziemlich dünn aus, ist aber aus einem Lakenstoff und da der Sitz selbst sehr bequem ist, ist es eher Optik als Unterstützung. Ungeachtet dessen habe ich da sehr gut geschlafen, auch wenn es kurz war.

Review: ANA A380 First Class – Speisen und Getränke

Da es nun ruhiger wurde, Zeit die Karte zu lesen hatte ich ja nun schon ausreichend, war es nun an der Zeit etwas zu Essen. Die drei Damen der Crew waren mindestens genauso erfreut, dass wenigstens einer etwas essen wollte und so wurde zügig aufgetischt.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class Menü

Das Menü verlinke ich Euch gleich wieder, ebenso wie die Auswahl an Getränken. Da ich ja selbst keinen Alkohol trinke, aber Ihr immer gern wissen möchtet was es gab, bitte gern.

Zunächst aber ein schön eingedeckter Tisch. Weißes Tischtuch, dazu schönes Besteck und wer Wein oder Champagner mag auch noch die passenden Gläser. Letzteres erwies sich heute nicht so als gute Idee und so beschloss ich, diese nach dem Foto lieber wieder abräumen zu lassen, bevor ich alle Getränke im Bett habe.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ TISCHLEIN DECK DICH

ANA A380 „THE FLYING HONU“ DIE KÜCHE GRÜSST

Einen kleinen Gruß aus der Küche hatten wir vorher schon bekommen und probiert, dieser war durchaus lecker und einmal etwas anderes. Der erste Gang des regulären Menüs war dann zunächst der Kaviar.

Ich mag den zwar noch lieber mit den klassischen Beilagen, wie Lufthansa oder Cathay diesen servieren, aber auch dieser war durchaus lecker. Ich esse den wirklich gern und kaufe auch in London manchmal für zu Hause welchen, wobei man es nicht übertreiben sollte, dann ist der Reiz weg. So bleibt es auf First Flügen durchaus noch etwas Besonderes. Die Anzahl der Airlines, welche heute noch Kaviar servieren ist zudem überschaubar.

Im Anschluss folgte dann die Vorspeise aus dem Menü.

Ich hatte mich heute dann doch für die Internationale Küche entschieden, weil ich das japanische Menü heute auf dem Flug Hongkong – Tokio in der JAL Business Class schon hatte. Ein anderer Grund war die Auswahl des Hauptganges.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class Menü, HAUPTGANG

Es gab Wagyu Rind, das kann man sich nun nicht entgehen lassen. Es sah schon auf den ersten Blick ganz wunderbar aus, doch nach dem Anschneiden und dem zweiten Blick und einem Geschmackstest war ich dann vollkommen überzeugt.

Auch die Idee mit den kleinen Schälchen für Pfeffer, Salz und Öl sind sehr hübsch anzusehen.

Ich als „alter Dessert Freak“ kann natürlich auch hieran nicht vorbei. Als ich etwas zögerte mit meiner Entscheidung welches ich denn nun probieren möchte, zog die Flugbegleiterin mit den Worten „ich mache das schon“ lächelnd davon und kam kurze Zeit später mit beiden wieder. Das eine warm, das andere „eisig“.

Das Frühstück wurde dann so weit als irgend möglich nach hinten verschoben. Da aber nun schon ein großer Teil des Fluges vorbei war, ich es aber durchaus gern mag im Flieger zu frühstücken, hier eine kleine Auswahl meines Frühstücks.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class Menü, Frühstück

Zusammengefasst, mehr kann man auf einem 7 Stunden Flug unmöglich essen und das noch so komprimiert. Aber ich habe jeden Bissen genossen.

Review: ANA A380 First Class – Amenities, Inflight, WiFi

Alle Gäste der ANA First Class bekommen einen Voucher für eine kostenlose Nutzung des WiFi auf dem gesamten Flug. Es gibt dabei weder eine Zeit- noch eine Datenbeschränkung und das neue WiFi (Panasonic) funktioniert tadellos und schnell.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class WIFI VOUCHER

Wem das nicht reicht, oder wer ein zweites Gerät nutzen möchte, der kann einfach einen weiteren Zugang kaufen.

Überzeugend, auch wenn ich dort keine Filme sondern die Flight Map schaue, der riesige Bildschirm. ANA hat ihre A380 zudem mit drei Kameras ausgestattet. Eine die nach vorn, eine nach unten und eine von oben über das Flugzeug „schaut“. So lassen sich gerade bei Tagflügen oder einem Landeanflug spektakuläre Aufnehmen bestaunen.

 

ANA A380 „THE FLYING HONU“ IFE

Gerade in First Class möchten die Gesellschaften durchaus zeigen was man kann und bieten daher schöne Amenity Kits an. Solche könnt Ihr übrigens in meiner Charity Auktion bekommen und dabei noch etwas Gutes tun. Auch diese Sachen vom ANA Flug wandern dorthin.

Ana bietet zunächst einmal ein Amenity Kit, gefüllt mit Kosmetik, Socken, Zahnbürste und dergleichen an. Zudem liegen bereits Socken und ein Pyjama am Platz. Die Kopfhören sind natürlich nicht zum Mitnehmen, gehören aber hier zum Entertainment während des Fluges.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class Amenity Kit

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class Kopfhörer

Zusätzlich bietet ANA Euch eine Jacke an, falls wem kalt ist, kann er diese gern überziehen. Für die Aktion habe ich noch jeweils eine extra bekommen. Auch wenn das mein Handgepäckproblem nicht kleiner machte, irgendwie klappte es dann doch.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class PYJAMA UND JACKE

Zur Verabschiedung folgten dann noch Postkarten und Gepäckanhänger im Schildkrötendesign. Auch die könnt Ihr dann erwerben.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class GESCHENKE

Bevor ich nun zum Ende dieses doch sehr spannenden Fluges komme, noch ein kurzer Blick in die Badezimmer, welche in der A380 im Upperdeck den Namen auch verdient haben. Auch hier überzeugt ANA mit Platz, weiteren Amenities, um den Flug angenehmer zu machen und bietet hier genug Platz um sich in Ruhe umziehen und frisch machen zu können.

Hier dann aber noch ein Bild aus Honolulu, bei strahlendem Sonnenschein und dem nächsten Start der Maschine.

ANA A380 „THE FLYING HONU“

Das Modell musste ich dann in Tokio auch schon kaufen, konnte leider nicht anders.

ANA A380 „THE FLYING HONU“ MODELLE

ANA A380 „THE FLYING HONU“ First Class SUITE 1K ALS BETT

Review: ANA A380 First Class – Buchen

Die Tickets lassen sich regulär als oneway oder Return buchen. Günstige Abflughäfen sind dabei zum Beispiel Osaka, Columbo und einige der üblichen Verdächtigen mehr. Für eine Weltreise ist dieses ein wunderbarer Baustein und lässt sich gut einbauen. Solltet Ihr denn Verfügbarkeiten ergattern (diese lassen sich mit EXPERTFLYER ggf. sehen), so sind auch AWARD Tickets möglich.

Benötigt werden nach heutigem Stand:

  • LUFTHANSA MILES AND MORE 65.000 Meilen eine Strecke in FIRST, oder 35.000 Meilen in Business
  • Singapore Airlines Krisflyer 125.000 Meilen eine Strecke in First, 105.000 Meilen in Business

Daher ist es durchaus sinnvoll, hier bei Miles and More oder Payback zu sammeln und diese dafür zu nutzen.

Kabine
Sitz
Speisen und Getränke
WiFi
Service
Final Thoughts

Die neue Kabine in der ANA A380 ist ein echtes Highlight. Mit den neu überarbeiteten Suiten bietet ANA auf der (verhältnismäßig) kurzen Strecke von knapp 7,5 Stunden Flugzeit ein herausragendes Produkt. Besondern überzeugt hat mich das bequeme Bett, das Wagyu Beef und der Kaviar. Zudem bietet ANA den Passagieren in der First eine unglaubliche Anzahl von Geschenken und Mitbringseln.

Overall Score 4.8

2 Kommentare on Review: ANA A380 First Class von Tokio nach Honolulu, Flying Honu

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