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Review: Singapore Airlines A350ULR Business Class auf dem längsten Flug der Welt


„Na wie ist es denn nun?“, „Es muss doch furchtbar anstrengend sein, selbst in Business Class kein Spaß.“ Das waren die Kommentare auf meine Bilder und Tweets zum längsten Flug der Welt (der es für mich nicht war, das habe ich Euch hier in der Zusammenfassung schon beschrieben).

In 41 1/4 Stunden um die Welt – eine Reise in mehreren Akten #Booked

Doch natürlich ist es aus mehreren Gründen doch wieder etwas Besonderes, gerade mit Blick auf die Zeitverschiebung und das Durchfliegen von vielen Zeitzonen. Dazu und wie Ihr dennoch einen sehr entspannten Flug haben könnt, dazu schreibe ich Euch am Ende des Beitrages noch etwas mehr. Zunächst aber zu dem Flug selbst, dem Sitz, dem Flieger, aber auch zu Essen und Service.

Der längste Flug der Welt – Flugdaten

Abflug: Singapore (SIN)

Ankunft: New York Newark (EWR)

Flugnummer: SQ22

Datum: 22. Oktober 2018

Maschine: A350 ULR mit der Registrierung: 9V-SGA (damit der erste)

SQ 22, Flugroute am 22.10.2018, für das Playback einfach auf das Bild klicken

Abflugzeit in Singapur ist geplant für kurz vor Mitternacht Ortszeit, genauer 23:35 Uhr. Da es im Verhältnis zu einer normalen Bestuhlung mit drei oder mehr Klassen nur Business Class und Premium Economy gibt, sind es deutlich weniger Passagiere und damit ein viel schnelleres Boarding. Somit treffe ich die anderen Mitreisenden am Abend in der Singapore Airlines SilverKriss Lounge, der Lounge für die Business Class Gäste. Wenn Singapore Airlines auch vieles richtig macht, mit den Lounges… nun ja. Die Lounge ist riesig, dunkel, mit schlechtem WLAN ausgestattet und auch an Steckdosen mangelt es. Das ist kein Vorzeigeprojekt. Auch wenn das Essen durchaus gut ist, auf ein richtiges Review müsst Ihr leider verzichten, da es viel zu voll und dunkel für einigermaßen brauchbare Fotos war.

Vor dem Abflug habe ich mir dann noch zwei Prioritypass Lounges angesehen, beide waren leerer und freundlicher eingerichtet, wäre also beim nächsten Mal sicher meine bevorzugte Wahl. Doch zurück zum Flug.

In Singapur finden die Sicherheitskontrollen erst am Gate statt. Ihr könnt also erst den Flughafen betreten, reist dann aus und geht in die Lounge, Erst vor dem Boarding passiert Ihr die Sicherheitskontrolle. Das sollte man wissen und einplanen, sonst kann es durchaus einmal knapp werden. Wir sind also rechtzeitig am Gate, borden überpünktlich und ich betrete die vordere Business Class Kabine durch die erste Tür 1L des nagelneuen Airbus A350 ULR.

Kein normaler A350, Ultra Long Range, denn eine Verlängerte Reichweite braucht es unbedingt für die geplanten 9.534 Meilen, die wir heute alle gemeinsam zurücklegen wollen. Unsere Route ist dabei durchaus spannend. Zunächst geht es von Singapur in Richtung Nordosten, wir passieren das nun westlich von uns liegende Japan und machen uns weiter auf den Weg in den hohen Norden.

Den weiteren Verkauf gen Norden, über Kanada und dann in Richtung New York seht Ihr am besten auf der Karte oben im Beitrag oder bei Flightradar.

Singapore Airlines A350ULR Business Class – Die Kabine

Auf den ersten Blick ist die Kabine des A350 ULR noch nicht von den anderen A350 zu unterscheiden. Los geht es auch hier mit einer kleineren Business Class Kabine in einer 1-2-1 Anordnung. Der Sitz 10A, der einzige in der ersten kompletten Reihe ist ein geblockter Sitz für die Crew, aber auch der 11K ist damit die erste Reihe und bietet noch ein wenig mehr Platz. Beginnend mit der zweiten Reihe, die hier die Reihe 11 ist, sind die Anordnungen identisch. Ein Sitz auf der rechten und linken Seite als einzelne Fensterplätze, in der Mitte jeweils ein Paar von Sitzen für gemeinsam reisende Passagiere.

Schon nach fünf vollen Reihen ist Schluss, dann folgen nur noch zwei Mittelsitze in Reihe 17. Damit haben in der ersten Sektion hier maximal 23 Passagiere Platz. Nun folgen zwei Toiletten und die Galley, Dahinter findet sich der zweite Bereich der Business Class, mit einer identischen Anordnung. 11 Reihen in 1-2-1 bieten weiteren 44 Passagieren Platz, bevor sich die Premium Economy anschließt. Eine durchaus interessante Konfiguration, bedenkt man, dass die Business Class erst an der dritten Tür endet, über zwei Drittel sind somit der Premium Kabine vorbehalten.

Jetzt folgen noch 94 Sitze der Premium Eco. Zunächst in einer 2-4-2, in den Reihen 40 bis 42 dann in einer 1-4-1 und in der letzten Reihe, der 43 mit einem 4er Block in der Mitte. Insgesamt können also maximal 161 Passagiere mit auf die über 17 Stunden lange Reise.

Erst mit den neuen Flugzeugen, geringerem Verbrauch und damit kostengünstigem Fliegen wurde es für Singapore Airlines wieder interessant die Verbindung neu aufzunehmen. Den kompletten Sitzplan findet Ihr auf SEATGURU über diesen Link.

Dabei ist es dann in der ersten Kabine durchaus leerer und etwas privater, die zweite Business Class Kabine ist schon recht riesig, obwohl man durch die hohen Sitze nicht viel von den anderen mitbekommt.

Singapore Airlines A350 ULR Mittelsitz in der Business Class

Was auf den ersten Blick aber schon auffällt und auch auf Instagram oder Twitter die erste Reaktion war, es sieht sehr eng aus. Das ist es auch. Der Platz vom Sitz bis zum Monitor ist kurz, seitlich sitzen mit den Füßen in den rechtsliegenden Fußraum die einzig sinnvolle Option nach dem Start.

Singapore Airlines A350ULR Business Class – Der Sitz

Eines vorab, es ist nicht der neuste Sitz, auch wenn man das bei einem neuen Flugzeug meinen sollte. Der Sitz, den Ihr hier in dem A350 ULR findet, der ist ebenfalls in dem „normalen“ A350 oder auch in der Boeing 777 mit den neueren Sitzen verbaut. Einzug in den neu konfigurierten A380 Sitzen, wo sich auch Doppelbetten in Business Class finden, ist es ein neues Modell.

Generell ist es etwas kompliziert. Warum? Der Sitz kann nicht, wie bei vielen anderen Airlines, einfach in Stufen heruntergefahren und zu einem Bett verwandelt werden, sondern die Rückseite dient als Bett und muss daher umgeklappt werden. Warum das bei einem 17 Stunden Flug suboptimal ist, dazu gleich mehr.

Das größte Manko liegt aber in einem anderen Punkt, den hatte ich damals bei der etwas älteren Version in der 777 oder der aktuellen im A350 schon kritisiert.

Es gibt kein gerades Sitzen. Einzig wenn der Sitz komplett aufrecht ist, könnt Ihr nach vorn schauen und gerade sitzen. Der Bildschirm ist, wie einige schon auf den Instagram Bildern gesehen haben, sehr dicht an dem Passagier. Das schafft ein eher enges Raumgefühl, was es auch ist. Gerade weil der Sitz dann auch noch recht hoch ist, kommt man sich irgendwie eingeklemmt vor. Die Enge lässt sich auf dem folgenden Bild gut sehen, denn auch wenn das Bett gemacht wurde, es geht nur schräg liegen, das ist immer der Fußraum.

Doch wollt Ihr nicht gerade aufrecht sitzen, so könnte man auf die Idee kommen, den Sitz etwas herunter zu fahren. Das geht auch, dazu gibt es am Bedienpanel eine „Loungefunktion“. Also ideal zum Fernsehen oder auch um etwas zu lesen. Doch da kommt das nächste und aus meiner Sicht größte Manko. Es geht nicht. Warum? Ihr habt nur rechts in der Ecke einen kleinen Fußraum, müsst also sehr schräg sitzen. Hinter der Lehne verstecken sich aber schon drei Kissen, baut man sich damit also eine Art „Couchkissen“, so geht es dann irgendwie. Optimal ist aber anders.

Singapore Airlines Business Class, Fußraum des Sitzes oder Bettes

 

Noch größer wird das Problem beim Schlafen, bzw. wenn der Sitz dann umgeklappt wird und zum Bett gebaut. Die Rückseite der Lehne dient dann als Liegefläche und ist schon vorab mit einer Auflage/ Matratze ausgestaltet. Diese ist endlich etwas besser, als bei meinem vergangenen Flug von Amsterdam und damit auch etwas weicher. Dennoch, dummerweise geht diese auch nicht bis in die Schräge und Ihr liegt dann wieder genau auf der Kante. (ihr seht es an dem Farbunterschied. Das grau ist die Matratze, das Weinrot der Sitz) Wieder suboptimal.

Wer sich dieses Konzept ausgedacht hat, ich habe keine Ahnung, aber optimal ist es ganz sicher nicht. Warum dieses nun auch im neusten und für die Ultralangstrecken gedachten Flugzeuge eingebaut wird? Ich habe keine Ahnung. Klar, man möchte gern ein einheitliches Produkt schaffen, das ist auch verständlich. Aber zumindest die Matratze hätte man verlängern können.

Die drei Kissen und auch die Decke sind dagegen durchaus brauchbar. Auch eine zweite zu bekommen, Ihr kennt das- mir ist ja ständig kalt, war so gar kein Problem, das hatte ich ja bei KLM anders, da war aber der Sitz bequemer.

Singapore Airlines hat weiterhin den breitesten Sitz in der Business Class, was nützt das aber, wenn ich mich so schräg hinsetzen und später hinlegen muss? Und auch der Mechanismus mit dem Umklappen ist nicht optimal. Auch Air New Zealand und Virgin Atlantic (außer auf den alten Airberlin Flugzeugen) setzen diese Variante ein, alle anderen Airlines nicht, die wissen schon warum. Es ist bei 17 Stunden Flugzeit einfach nur nervig, Sitz wieder umbauen, essen. Wieder umbauen, etwas hinlegen, wieder… und so weiter.

Singapore Airlines Business Class – das kurze Bett

 

Dabei mag das auf einem kurzen Flug noch gehen, hier eher nicht. Nun kann man sich natürlich auch ins Bett setzen, im Schneidersitz am besten und mit dem Rücken hinten an die Rückwand rutschen, das geht dann am Ende ganz gut, nur kann man dann eben schlecht essen, weil der Tisch dann etwas niedrig ist.

Ansonsten ist der Sitz durchaus durchdacht, also hinsichtlich Ablageflächen und Privatsphäre. Es finden sich Kopfhöreranschlüsse an beiden Seiten, USB Steckdosen und eine internationale Steckdose, dazu ein verschließbares Fach neben dem Monitor, ein Schminkspiegel und auch weitere kleine Fächer, irgendwo muss man das ganze Zeug ja lassen für 17,5 Stunden.

Ich habe es dann irgendwann gelassen und einfach das Bett unten gelassen und geschlafen. Wobei wir auch schon beim nächsten Thema wären.

Singapore Airlines A350ULR Business Class – Das Servicekonzept

Jetzt wird es durchaus spannend, auch im Vergleich zu dem Flug mit Qatar aus Neuseeland. Die Flüge sind vergleichbar lang, Qatar hat seit langem das „Iss wann Du möchtest Konzept“. Damit meine Anmerkungen zu dem Singapore Airlines Konzept besser zu verstehen sind, schauen wir uns bei allen Zeitangaben immer die Flugzeit, die Ortszeit in Singapore und die am Ziel in New York an.

Eines muss auch klar sein, es wird nie möglich sein alle Bedürfnisse zu erfüllen und ich möchte keineswegs meine Wünsche als allgemeingültig hinstellen. Schreibt gern in die Kommentare wie Ihr das so machen würdet. Doch der Reihe nach. Gehen wir einmal von 17 Std. Flugzeit aus, die sind es an den meisten Tagen. Zur Vereinfachung rechnen wir in glatten Stunden.

Abflug des SQ22 ist um 23:30 Uhr in Singapore, also zu der Zeit ist es dann 11:30 mittags in New York. Nach 1-3 Stunden Flugzeit beginnt der erste Service. Es ist ein recht leichtes Mahl und könnte als leichtes Mittagessen in New York durchgehen, hier ist es nun 12:30-14:30 Uhr. Soweit so gut, auch wenn es in Singapore (aus der die Menschen nun mal kommen) 0:30 bis 2:30 mitten in der Nacht ist. Das Einstellen des Körpers auf die neue Zeit ist schwierig genug, daher muss man irgendwie anfangen und wer nichts essen mag, der braucht ja nicht.

Singapore Airlines Business Class, 1. Service auf 17 Std. Flug

Doch was nun kommt ist nicht wirklich nachvollziehbar. Es gibt einen zweiten Service, ein mehrgängiges und sehr umfangreiches Menü. Das wird aber nun nach knapp 8 Stunden Flugzeit serviert. Zu dieser Zeit ist es am Abflugort Singapur dann 8 Uhr morgens, in New York hingehen 20 Uhr abends. Auch hier mag nun jemand kommen und sagen: „Klar, Abendessen“. Aber doch nicht, wenn ich fünf Stunden mitten in der Nacht gerade gegessen habe?

Es ist übrigens ein volles Menü, natürlich inklusive Weinen etc. Dann bleiben uns also, unterstellen wir eine Stunde Essen, noch knapp 8 Stunden Flugzeit. 5 Stunden später, und damit 3 Stunden vor der Landung in New York folgt der Speiseservice Nummer drei. Zu der Zeit ist es in New York 2 Uhr nachts, in Singapore 14 Uhr am Nachmittag. Was aber noch mehr verwundert, es ist keineswegs ein Frühstück, welches nun ggf. noch angebracht wäre bei einer Ankunftszeit um 5:30 Uhr morgens, nein, es ist wieder ein mehrgängiges Menü. Ich habe den zweiten Service dann, wie viele andere Passagiere, erfolgreich verschlafen, klar, irgendwie muss man in die neue Zeit kommen.

Singapore Airlines Business Class Satay

 

Singapore Airlines – leichte und einzige Frühstücksoption. Joghurt mit Früchten

Auch nachdem ich mich mit einigen anderen und der Crew unterhalten habe, fand das Timing keiner so recht optimal. Warum kein Dine-on-Demand? Warum muss man nach 8 Stunden Flug die Kabine komplett hell erleuchten? Das Argument: „damit die Passagiere schneller in den Rhythmus kommen“ zieht nicht, das klappt damit meiner Meinung nach gerade nicht.

Das Essen selbst ist bei Singapore Airlines überdurchschnittlich und sehr ordentlich. Satay Spieße kann ich immer essen, bei dem normalen Essen habe ich einiges verpasst. Ich hatte tatsächlich nur den ersten Service, dann Satay Spieße und etwas Käse, dann später bei dem dritten Service auch nichts weiter außer Satay. Warum? Weil es 3 Uhr morgens New Yorker Zeit ist und ich mitten in der Nacht und ein volles Menü inklusive Weinen. Wer macht das?

Solche Ultralangstrecken sind perfekt für einen Dine on demand Service, denn damit kann ich selbst entscheiden in welcher Zeitzone ich bin oder mich fühle und nach meinem Bedarf essen. Geht aber leider nicht.

Die Menükarten findet Ihr wie immer hier im Beitrag, schaut Euch die Abfolge einmal an und sagt gern was Ihr davon haltet.

Wie geschrieben, am Essen selbst gab es gar nichts auszusetzen, es geht nur um die Abfolge.

Singapore Airlines A350ULR Business Class – Build your Amenity Kit

Noch etwas ist besonders. Generell gibt es bei Singapore Airlines in der Business Class keinen Schlafanzug, auch auf einem 17,5 Stunden Flug nicht. Darüber ist die letzten Tage schon viel geschrieben worden und ich finde es hätte dazu gehört.

Auch gibt es bei SQ auf den Langstrecken keine Amenity Kits. Es gibt Slipper, Socken und Augenbrille bereits bei Betreten des Flugzeuges am Sitz, aber eben kein Kit. Das hat man zumindest auf der Ultralangstrecke geändert. Ihr könnt Euch Euer Kit selbst zusammenbauen. Eines der „Singapore Girls“ läuft mit einem (ich hätte fast Bauchladen geschrieben) Tablett durch die Kabine. So sucht Ihr Euch aus was dort herein soll, also Handcreme, Gesichtswasser, Ohrstöpsel etc. Dazu könnt Ihr eine kleine schwarte Ledertasche bekommen, in der befindet sich ebenso gleich noch eine kleine Plastiktüte, damit Ihr alles auch durch die nächste Sicherheitskontrolle bekommt.

Solltet Ihr ein solches, damit recht seltenes, Kit haben wollen, in meinem Charity Beitrag findet Ihr genau das.

Inflight Entertainment und WiFi

Das Angebot im Inflight Entertainment ist durchaus umfassend, auch wenn mir persönlich einige Dokumentationen oder Reportagen gefehlt haben. Unzählige Filme, Spiele und TV Angebote lassen es sicher nicht langweilig werden.

Absolut hervorragend hat allerding das WiFi funktioniert. Mit 29 US$ für 200 MB sicher nicht preislich attraktiv, aber ich nutze auch hier meinen iPass Zugang über AirlineCheckins. Mit 10 EUR im Monat ist das eine der besten Optionen und das Netz war, bis auf wenige Aussetzer, auf dem gesamten Flug hervorragend, ausreichend schnell zum Arbeiten oder im Netz surfen.

Wie geht das denn nun mit dem Schlafen bei so vielen Zeitzonen?

Es gibt da sicher kein Patentrezept und es ist von so vielen Faktoren abhängig. Da ist zunächst die eigene körperliche Verfassung an dem Tag, auch die Frage ob Ihr schon eine Anreise hattet oder vielleicht gleich eine Weiterreise aus New York haben werdet und dann auch die Frage ob und wie Ihr schlafen könnt und geschlafen habt. Unsere Anreise war ja, ich habe es Euch beschrieben, nur von wenigen kurzen Aufenthalten in unterschiedlichen Zeitzonen geprägt. Da waren drei Nächte in Indien, dann die Anreise nach Singapur über Nacht. Dort gab es schon recht wenig Schlaf, daher habe ich im Hotel am Airport noch einmal etwas Schlaf nachgeholt. Als ich aufwachte war es dann Nachmittag in Singapur und damit sehr früh morgens in New York. Perfekte Voraussetzungen also. Das ist schon großer Luxus, den Tag so einteilen zu können. Ich habe früh nach der Ankunft etwas gearbeitet, dann ein paar Telefonate geführt und dann (obwohl es ja mitten am Tag war) mit Schlafbrille und Ohrenstöpsel geschlafen.

Nach dem Start wollte ich dann so lange als irgend möglich wach bleiben, das hat auch wunderbar geklappt. Die ersten fünf von 17 Stunden habe ich Beiträge geschrieben und gearbeitet, erst dann ein kurzes Nickerchen gemacht. Es war dann ein kurzer Schlaf am Nachmittag New Yorker Zeit. Später dann habe ich noch einmal geschlafen, direkt bis zur Landung, die dann um kurz vor 6 Uhr morgens stattfand. Geht man nun an dem Ankunftstag nicht ganz so spät ins Bett, ist alles gut. Schließlich fliege ich schon einen Tag danach nach Deutschland zurück und 6 Uhr morgens in NY ist eben auch 12 Uhr mittags in Deutschland.

Eines ist aber ganz wichtig, man darf sich nicht einreden „ich muss doch jetzt schlafen“, oder „hier und dort ist es doch schon x,y,z Uhr jetzt“. Das macht es nicht einfacher. Klar gibt es Menschen, welche eh schlecht schlafen können, woanders nicht oder schwer einschlafen, diese Sorgen habe ich zum Glück nie. Meist kann ich immer schlafen, oder bin dann auch nach drei Stunden wieder fit für die nächsten 12. Irgendwann holt sich der Körper schon den Schlaf, den er benötigt.

Möchtet Ihr das in bewegten Bildern sehen? Die beiden von Globaltraveller.tv sind zufälligerweise auch auf dem Flug heute, sitzen 12 Reihen hinter mir in der letzten Reihe der Business Class und damit in der zweiten Kabine. Sobald deren Video erscheint, verlinke ich es Euch hier gern noch.

Würdest Du es nochmal fliegen, oder was wäre die Alternative?

Die Frage kann ich recht eindeutig beantworten. Nein, würde ich nicht. Zukünftige Verbindungen von Singapore nach New York würde ich anders gestalten. Mit einem Stopp an der Westküste, oder in Hongkong und dann direkt nach New York. Warum? Ich halte den Sitz für das größte Problem und auch das Servicekonzept bedarf einer Änderung.

Der Service selbst war auf dem gesamten Flug hervorragend, die Crew sehr freundlich und zuvorkommend, immer wieder mit Namen angesprochen, sehr schnell wenn man etwas wollte.

Kabine
Sitz
Entertainment und Wifi
Speisen und Getränke
Service
Serviceablauf
Final Thoughts

Insgesamt war es ein recht angenehmer Flug, wäre da nicht der Sitz und das eigenwillige Servicekonzept. Für mich persönlich ist der Sitz nicht wirklich angenehm, weder zum Sitzen (essen, arbeiten) noch zum entspannten TV schauen oder ein Buch lesen. Nach dem umklappen zum, Bett ist es nicht wirklich bequemer, denn durch das schräge liegen ist es ziemlich unbequem. Das Konzept mit den Essenszeiten bedarf zudem einer Überarbeitung.

Overall Score 4.3

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