Reise

Grab statt Uber – Gastautor Mariano Glas über den Gebrauch der App „Grab“ im Alltag in Südostasien


Schon seit einem Besuch auf Hawaii, vor einigen Jahren, war der Autor fasziniert vom bargeldlosen Bezahlen via Apple Pay bei Starbucks in Kailua. Bei Staunen ist es aber auch geblieben, denn in Deutschland Apple Pay schien in weiter Ferne (als dieser Artikel entstand), doch eine andere App bestimmt hier in Kuala Lumpur, wo dieser Text entsteht, den Alltag. Diese App heißt „Grab“.

Grab statt Uber – so bekommt Ihr Eure deutsche Kreditkarte in den Account und könnt die Taxi-/Limo App nutzen

Jetzt mag jemand denken: Moment einmal „Grab“ ist doch nur das Ding von „UBER“ in Asien. Was hat jetzt die Taxialternative mit bargeldlosem Bezahlen zu tun? Alles, denn Grab ist weit mehr als eine App, mit der man eine Beförderung von A nach B buchen kann.

Ich kann mit Grab meinen Cappuccino im Suria KLCC genauso bezahlen, wie den leckeren frisch gepressten Saft am Saftstand. Einfach QR Code scannen, in der App betrag eingeben, wischen nach rechts. Erledigt. Der Verkäufer hat entweder in sein POS-Terminal Grab installiert, oder, ähnlich wie es mit „wechat“ in China läuft, Grab auf seinem Smartphone und bekommt sofort eine Nachricht vom Geldeingang.

Und um den Autor noch abhängiger von Grab zu machen, kann er auch in wenigen Schritten die SIM-Karte seines Mobilfunkanbieter „Maxis“ aufladen (top up). Einfach Nummer und Betrag eingeben und nach einem Bestätigen per Button ist das Mobilfunkkonto innerhalb von Sekunden aufgeladen. Nicht nur das eigene Konto, sondern auch das des Mitreisenden.

Es ist ebenfalls möglich sein Grabkonto aufzuladen. Top Up über die Kreditkarte ist genauso einfach. Es dauert nur Sekunden. Der Vorteil: Man hat nur eine Gebühr beim Auslandseinsatz der Kreditkarte. Also lädt man, im Falle des Autos, 500 MYR auf das Grab-Konto und zahlt dann bequem alle Fahrten, Fruchtdrinks, Kaffee, Kinobesuche, Parkplatzgebühr und wer nicht noch alles Grab Pay akzeptiert. Es können bei einem nicht verifizierten Account nur 500 MYR, was derzeit 106 Euro entspricht, aufgeladen werden.

Ach ja. Und Essen kann man über Grab natürlich auch bestellen. Glücklicherweise hat man bei Grab eine eigene App dafür entwickelt. „Grab Food“. Mit Hilfe dieser App kann man von McDonald’s über Halal bis Bubble Tea einfach alles bestellen. Eine Schar von Fahrern bringt dann das Futter an die Tür bzw. zum Empfang, wenn man in einem Hotel oder Apartmentkomplex wohnt.

Wer im Besitz einer MyCard ist, kann sich den Account bei Grab auch noch verifizieren lassen. Im Anschluss kann man mit der App auch Geld zu einem anderen Grab-Nutzer transferieren.

Leider gibt es ein Problem, dass derzeit noch nicht gelöst ist: Grab-Guthaben sind in verschiedenen Ländern nicht verfügbar. Was schade ist, denn in Vietnam wäre es schon gut gewesen, die SIM-Karte von Maxis neu zu beladen.

Der Autor wünscht sich das genauso jetzt in Deutschland. Einfach bezahlen mit einer App, mit der man auch das Taxi oder das Abendessen bestellen kann. Und wenn jetzt jemand sagt, in Deutschland spielen die Banken da nicht mit. In Malaysia bietet Maybank einen Service Namens „Maybank QRPay“ an. Das ist genau so wie mit Grab, aber ohne Auto und Essen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Es ist nicht notwendig eine Kreditkarte zu hinterlegen. Man kann die App zum Bestellen des fahrbaren Untersatzes auch in bar bezahlen. Erlebt in Hoh-Chih-Min City, Vietnam.

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