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Restaurant Review: Azure im 12 Apostles Hotel Kapstadt  


Ja, wir sind immer noch in Kapstadt, also im Blog. Bereits bei meinem Beitrag zu dem Hotel „The 12 Apostles“ hatte ich Euch ja noch ein Restaurant Review versprochen, das kommt nun hier.

Nachdem wir uns kurz die Leopard Bar angeschaut hatten, war es auch schon Zeit sich für das Dinner fertig zu machen. Zur Auswahl standen das Sushi Restaurant, oder eben das Fine Dining im Azure, dem Restaurant des Hauses. Die Entscheidung fiel schnell und einstimmig bereits am Vorabend. Nach Fastfood gestern, durfte es heute etwas spannender werden und uns wurde keinesfalls zu viel versprochen.

Nach einem freundlichem Empfang wurden wir an unseren Tisch gebeten, ein wunderbarer Tisch direkt am Fenster, auch hier wieder Meer- und Sonnenuntergangsblick. (gibt es das Wort überhaupt? Falls nicht, jetzt schon.)

Dann folgte sogleich das Menü. Neben einer umfangreichen a la card Karte offeriert das Azure drei unterschiedliche Menüs mit verschiedener Anzahl an Gängen. Die Wahl war dennoch einfach, es sollte das Tasting Menü werden. Warum ist auch schnell erklärt. Mit so einem Tastingmenü kann der Koch nicht nur zeigen was er kann, auch die Zusammenstellung und Abstimmung der Gänge ist so schön zu erleben.

Damit also nun einmal los. Natürlich folgt vor den eigentlichen fünf Gängen zunächst noch Brot. Auch hier eine schöne und leckere Auswahl, dazu Butter und ein Dipp.

Auch jetzt geht es noch nicht los. Vor dem ersten Gang folgt ein wirklich vorzügliches Kürbissüppchen als erster Gruß aus der Küche.

Doch dann soll es losgehen. Wir beginnen mit dem ersten Gang des Menüs, einer Garten Erbsen Panna Cotta. Eine absolut großartige Idee und mein absoluter Favorit heute Abend.

Wir können auch gern noch vier davon nehmen, aber es folgt ja noch mehr und Spannendes dazu. Während mein Mitreisender sich für die entsprechende Weinbegleitung entschieden hat, bleibe ich wie sonst auch bei alkoholfrei. Dennoch finde ich es immer wieder spannend, was die Sommeliere so über einzelne Weine, die Kombination mit dem nun folgenden Gang und den Grund der Auswahl zu erzählen hat. Obwohl ich also nicht einen Schluck des begleitenden Weines trinke, habe ich dennoch viel Freude beim Zuhören.

Als Alternative zu Champagner folgt eine Variante ohne Alkohol, genau diese. Sehr spannend und lecker.

Nun folgt auch schon der zweite Gang, diesmal aus dem Meer. Muscheln, genauer Saldanha Bay Muscheln, kommen heute auf den Tisch, dazu ein Püree vom Blumenkohl und allerlei raffinierte Gewürze und sonstige Zutaten.

Zwischendurch, denn mittlerweile ich es kurz vor 20 Uhr, ein bisschen Sonnenuntergang am Meer. Einmal rechts, einmal links und weiter geht es dann auch schon mit dem Gang Nummer drei, für meinen Gegenüber zudem mit einem neuen Wein.

Der nun folgende Gang wird als eines der besten Fleischgerichte in meine „Historie“ eingehen. Konkret gibt es Lende vom Springbock. Dazu gegrillten Mais, rote Beete, Brombeeren und wiederum spannende Soßen.

So langsam macht sich der Magen bemerkbar. Auch wenn die Portionen gar nicht so groß aussehen, dennoch stellt sich ein Sättigungsgefühl ein. Doch bei dem Anblick des nun folgenden Ganges ist es schnell wieder in ein „Ich muss das probieren“ Gefühl umgeschlagen. Als Gang Nummer vier steht nun nochmals Fleisch vor uns. Gegrillt in diesem Gang, das „Beef Rump Cap“ und abgestimmt mit Butternut Squash, Pilzen, einem spannenden Dressing und mehr.

Doch kein Dinner ohne Dessert und bevor wir uns nun rollend ins Zimmer verabschieden, möchte auch dieses noch probiert werden. Eine spannende Kombination aus fruchtig und süß, schokoladig und knackig erwartet uns.

Schlicht und ergreifend mit „Schokolade und Kirschen“ betitelt schmeckt auch dieses so wunderbar wie es aussieht.

Wer das Menü und die einzelnen Zutaten noch einmal etwas genauer nachlesen möchte, auf dem Papier sieht das dann so aus:

Der dort rechts abgebildete Dessertwein, genauer ein Muskadel wurde- wie immer bei den süßen Dessert- und Portweinen zumindest mit einem Schluck probiert und ist nicht nur sehr voll im Geschmack, er rundete auch die Schokolade wunderbar ab. Denn auch wenn ich keinen Alkohol trinke, einen Schluck der Weinauswahl zum Nachtisch gibt es dennoch immer.

Wie Ihr auf der Karte sehen könnt, liegt der Preis für das komplette Menü bei 850 ZAR, also knapp 55 Euro, was es mehr als wert ist. Die passenden Weine tauchen mit 395 ZAR, also weiteren 26 Euro auf der Rechnung auf.

Disclaimer: Während unseres Besuches des Hotels (wobei es sich um einen regulär gebuchten und bezahlten Aufenthalt handelte), wurden wir nach einer Führung durch das Hotel für das Abendessen eingeladen.

Die Meinung über das Essen oder den Service beeinflusst das in keiner Weise. Auch sonst hätte ich mich für dieses Restaurant entschieden und finde den Preis sehr moderat im Vergleich zu dem Angebot.

Das Review zum Hotel in dem sich das Azure befindet findet Ihr hier:

und alle Beiträge zum Thema SÜDAFRIKA gibt es hier.

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Speisen
Getränke
Ambiente
Service
Final Thoughts

Das Azure Restaurant im 12 Apostles Hotel am Rande von Kapstadt überzeugt auf der ganzen Linie. Geschmacklich ist das Tastingmenü absolut beeindruckend, dazu kommt ein wunderbar herzlicher und freundlicher Service. Solltet Ihr also in Kapstadt sein, mit dem UBER sind es nur wenige Kilometer, welche sich lohnen. Eine Reservierung für einen Tisch ist jedoch dringend zu empfehlen. Neben tollen Speisen und Getränken erwartet Euch zudem ein wunderbarer Sonnenuntergang.

Overall Score 4.8

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